Partnerschaft zweier Powerhäuser: Boris Rhein in Indien
Fernreise eines Ministerpräsidenten: Wie eine neue Partnerschaft zwischen Hessen und einem indischen Bundesstaat Wirtschaft und Finanzsektor beflügeln soll.
Mumbai/Wiesbaden (dpa/lhe) - Das 6,2-Millionen-Einwohner-Land Hessen will wirtschaftlich enger mit dem rund 130 Millionen Einwohner zählenden indischen Bundesstaat Maharashtra zusammenarbeiten. Dessen Regierungschef Devendra Fadnavis und Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) unterzeichneten laut Mitteilung der hessischen Staatskanzlei in Mumbai, der Hauptstadt dieses Bundesstaates, eine entsprechende Absichtserklärung.
Zugleich zog Rhein ein positives Fazit seiner fünftägigen Indienreise mit einer hessischen Wirtschaftsdelegation: Sie sei «der Beginn einer langfristig angelegten Partnerschaft, die beiden Seiten - Indien und Hessen - große Chancen bietet».
Ein Tor zu Indien, ein Tor zu Europa
Mit Blick auf die Absichtserklärung erklärte Rhein, die Gespräche in Mumbai sehe er als Auftakt zu einer langfristigen Partnerschaft zwischen zwei der wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands und Indiens, die hier zugleich die wichtigsten Finanzzentren seien. «Mumbai ist das Tor zu Indien, Frankfurt ist das Tor zu Europa. Maharashtra ist das Powerhouse Indiens, Hessen ist das Powerhouse Deutschlands», ergänzte Ministerpräsident Rhein.
Für Unternehmen in Hessen öffne sich mit der Partnerschaft «das Tor zu einem der am schnellsten wachsenden Märkte der Welt. Gleichzeitig kann Maharashtra vom technologischen Know-how und den globalen Vernetzungen des Rhein-Main-Gebiets profitieren.»
Zusammenarbeit auf mehreren Ebenen
Auch in der Finanzwirtschaft und in der Forschung will Hessen laut der Wiesbadener Staatskanzlei die Zusammenarbeit mit Indien deutlich verstärken. Rhein war als erster hessischer Ministerpräsident seit rund zwei Jahrzehnten nach Indien gereist.