Syrisch-orthodoxe Kirche

Polizei fasst Tatverdächtigen nach Feuer in Kirchenrohbau

Jahrelang baut die syrisch-orthodoxe Kirche in Leimen ihr Gotteshaus. Am Wochenende brannte es in dem Gebäude. Nun hat die Polizei den mutmaßlichen Brandstifter identifiziert.

Nach einem Brand in einem Kirchenrohbau in Leimen hat die Polizei den mutmaßlichen Täter identifiziert. (Symbolbild) Foto: Marcel Kusch/dpa
Nach einem Brand in einem Kirchenrohbau in Leimen hat die Polizei den mutmaßlichen Täter identifiziert. (Symbolbild)

Leimen (dpa/lsw) - Nach dem Brand im Rohbau einer Kirche in Leimen (Rhein-Neckar-Kreis) hat die Polizei nach eigenen Angaben den mutmaßlichen Brandstifter ermittelt. Der 26-Jährige müsse sich wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung verantworten, sagte eine Sprecherin. Es gebe keine Hinweise für ein politisches oder religiöses Motiv.

Laut Feuerwehr handelte es sich bei dem Brandort in der Nacht zum Samstag um den Rohbau der syrisch-orthodoxen Kirche. Das Feuer habe schnell gelöscht werden können, teilte die Polizei mit. Es sei niemand verletzt worden.

Feuerwehr spricht von vier bis fünf Meter hoher Flammenwand

Nach Angaben von Feuerwehrkommandant Jochen Michels brannte mutmaßlich ein Haufen Holzreste im Innenraum der Kirche. Es habe eine «etwa 4 bis 5 Meter hohe Flammenwand im Gebäude» gegeben. Da die Deckenhöhe aber vermutlich mindestens acht Meter betrage, sei an der Decke kein großer Schaden entstanden. 

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Weil zudem offenbar nur Holzreste gebrannt hätten, sei es auch nicht zu einer starken Rauchentwicklung gekommen, sagte Michels. Am Gebäude sei grundsätzlich nur ein relativ geringer Schaden entstanden. Laut Polizei kann der Schaden bis jetzt nicht genau beziffert werden, schätzungsweise wird er sich aber auf eine hohe drei- bis niedrige vierstellige Summe belaufen. 

Nach Angaben der Polizei war der Innenraum frei zugänglich. Die Arbeiten an dem Gotteshaus laufen seit Jahren.