Demonstrationen

Pro-Palästina-Camp geht ohne größere Zwischenfälle zu Ende

Seit Pfingstmontag haben Demonstranten auf dem Gelände der Goethe-Uni ein Protestcamp errichtet gehabt. Es gab Gegendemos, laut Polizei aber keine größeren Zwischenfälle.

Teilnehmer bauen ein propalästinensisches Protestcamp auf dem Campus der Goethe-Universität auf. Das Camp wurde auf einer Grünfläche unter Auflagen genehmigt. Foto: Boris Roessler/dpa
Teilnehmer bauen ein propalästinensisches Protestcamp auf dem Campus der Goethe-Universität auf. Das Camp wurde auf einer Grünfläche unter Auflagen genehmigt.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Das Pro-Palästina-Camp auf dem Campus Westend der Frankfurter Goethe-Universität ist ohne größere Zwischenfälle zu Ende gegangen. Die Teilnehmer hätten das Gelände am Sonntag wie angekündigt freiwillig verlassen, sagte ein Polizeisprecher am späten Sonntagabend.

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In der Spitze hatten nach Angaben der Polizei 200 Menschen teilgenommen. Das Camp hatte Gegendemonstrationen auf den Plan gerufen, an der größten nahmen nach Polizeiangaben ebenfalls 200 Menschen teil.

Die Aktion lief aus Sicht der Polizei die ganze Woche über «weitgehend friedlich», wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums sagte. Am Dienstag hatte die Polizei von sieben Teilnehmern die Personalien aufgenommen. Sie sollen Plakate mit volksverhetzenden Inhalten gezeigt haben.

Die Organisatoren des Camps hatten ihre Kundgebung beim Ordnungsamt unter dem Titel «Gegen die Diffamierung der Palästina-Solidarität in Akademie und öffentlichem Raum» angemeldet.

Die Hochschule hatte die Ankündigung zunächst mit Sorge zur Kenntnis genommen und wollte vor Gericht Beschränkungen durchsetzen, die das Verwaltungsgericht aber ablehnte. Im Laufe der Woche äußerte sich die Leitung der Goethe-Universität erleichtert, dass die Konflikte auf dem Campus Westend nicht eskaliert seien.