Mann nach Messerattacke in S-Bahn vor Gericht
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Nach einer lebensgefährlichen Messerattacke auf einen Fahrgast in der Frankfurter S-Bahn steht seit Montag ein 40-Jähriger vor dem Landgericht Frankfurt. Die Staatsanwaltschaft geht von einem versuchten Heimtückemord aus, hat allerdings bereits den Antrag gestellt, den Beschuldigten in der Psychiatrie unterzubringen. Der Vorfall geschah im Juli vergangenen Jahres auf Höhe der S-Bahn-Station Konstablerwache.
Der 40-Jährige gilt laut einem Gutachten als psychisch krank. Am ersten Verhandlungstag legte der Mann ein Geständnis ab und erklärte die Tat mit inneren Stimmen, die ihm die Attacke mit einem Taschenmesser befohlen hätten. Innerhalb weniger Sekunden hatte er der Anklage zufolge das ahnungsloses Opfer in der Herznähe und am Bauch getroffen. Der Schwerverletzte musste im Krankenhaus notoperiert werden.
Die Schwurgerichtskammer hat drei weitere Verhandlungstage bis Anfang November terminiert.