Landgericht Frankfurt

Mann nach Messerangriff auf Ticketkontrolleure vor Gericht

Ein Schild mit der Aufschrift "Angeklagter" wird auf die Gerichtsbank gestellt. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild
Ein Schild mit der Aufschrift "Angeklagter" wird auf die Gerichtsbank gestellt.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Nach einem Messerangriff auf zwei Fahrscheinkontrolleure steht seit Montag ein 28 Jahre alter Mann wegen zweifachen Mordversuchs vor dem Landgericht Frankfurt. Der Anklage zufolge ging der Mann im vergangenen Dezember in einer S-Bahn nahe dem Frankfurter Flughafen mit einem Küchenmesser auf die beiden Prüfdienstmitarbeiter los. Er verletzte sie jeweils an Armen und Schulter. Hintergrund des Streits war laut Anklage die Weigerung des Fahrgastes, einen Mundschutz anzulegen.

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Am ersten Verhandlungstag räumte der Mann die Messerattacke ein. Er habe allerdings gezielt nur auf Arme und Schulter der Kontrolleure gestochen, um sie nicht in Lebensgefahr zu bringen. Außerdem habe er von sich aus mit der Attacke aufgehört, sagte der seit dem Vorfall in Untersuchungshaft sitzende Angeklagte. Er musste seinerzeit mit einem gezielten Beinschuss der Polizei außer Gefecht gesetzt werden, nachdem er sich geweigert hatte, das Messer an die Beamten zu übergeben.

In dem Prozess soll auch ein psychiatrischer Sachverständiger aussagen. Bislang habe es allerdings keine Anhaltspunkte für eine eingeschränkte Schuld- und Steuerungsfähigkeit des Mannes gegeben, so die Staatsanwaltschaft. Die Schwurgerichtskammer hat bislang acht Verhandlungstage bis Ende November terminiert.