Brauchtum

Ravennaschlucht-Tickets bis zu viermal teurer im Netz

Die 100.000 Tickets für den Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht waren in sechs Stunden weg. Nun tauchen Karten zu stark überhöhten Preisen im Netz auf – der Anbieter will das nicht hinnehmen

Überteuerte Tickets für den Weihnachtsmarkt landen auf dem Schwarzmarkt. (Archivbild) Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
Überteuerte Tickets für den Weihnachtsmarkt landen auf dem Schwarzmarkt. (Archivbild)

Breitnau (dpa/lsw) - Die 100.000 Tickets für den Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht waren ruckzuck ausverkauft - nun werden einige Karten im Netz zu deutlich überhöhten Preise zum Kauf angeboten. «Uns sind diese Angebote zwischenzeitlich zur Kenntnis gelangt. Es handelt sich dabei unserer Einschätzung nach um Angebote von Schwarzmarkthändlern, die ohne unser Wissen und ohne unsere Zustimmung veröffentlicht wurden», ließ der Ticketanbieter Reservix über die Hochschwarzwald Tourismus GmbH mitteilen.

Um den Weihnachtsmarkt in der Schlucht mit seiner spektakulären Kulisse ist ein regelrechter Hype entstanden. Reservix betonte, man werde die auf dem Schwarzmarkt angebotenen Tickets systematisch identifizieren und verhindern, dass die Käufer damit Zutritt zu dem Markt bekommen. Zuvor hatte die «Badische Zeitung» berichtet.

Teils viermal so teuer im Netz

Reservix will demnach auch die betroffenen Verbraucher nach Möglichkeit kontaktieren und Ansprüche gegen die Schwarzmarktanbieter durchsetzen. Außerdem solle Strafanzeige gestellt werden, wie es weiter hieß. «Der effektivste Weg ist aber, die betroffenen Tickets zu sperren und die Zutrittsberechtigung sämtlicher Tickets ausnahmslos (technisch) zu prüfen.»

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Eigentlich kostet ein Standardticket für Erwachsene inklusive Shuttle zwischen 7,50 und 9,50 Euro. Auf der Plattform Ebay-Kleinanzeigen war aber etwa ein Angebot über vier Karten für insgesamt 160 Euro zu finden, ein anderer Anbieter verkauft zwei für 80 Euro. Eine weitere Person will für zwei Karten 50 Euro haben - Verhandlungsbasis. 

Schwarzmarkt-Déjà-vu

Dass völlig überteuerte Ticketpreise für den Markt verlangt werden, ist für die Hochschwarzwald Tourismus GmbH nichts Neues, wie eine Sprecherin sagte. Das sei auch im vergangenen Jahr so gewesen. Man habe versucht, die Käufer zu kontaktieren, und einzelne Tickets auch storniert. 

Damals sei man noch selbst für den Verkauf der begehrten Karten zuständig gewesen. Wegen des immensen Andrangs - 2025 war deswegen sogar die Website von Schwarzwald Tourismus zusammengebrochen - sei der Verkauf in diesem Jahr erstmals an einen externen Anbieter ausgelagert worden, sagte sie.

Der Vorverkauf für die erstmals auf 100.000 aufgestockten Tickets hatte am 14. Oktober begonnen; innerhalb von sechs Stunden waren alle Karten weg. Im Vorjahr hatten nur 75.000 Karten zur Verfügung gestanden. Auch sie waren allesamt am ersten Tag des Vorverkaufs gebucht worden.