Pharma

Resistente Erreger - Boehringer will wieder selbst forschen

Zuletzt hatte das Unternehmen vor allem auf strategische Partnerschaften gesetzt. Es geht auch um die Entwicklung neuer Antibiotika.

Boehringer Ingelheim informierte am Standort in Biberach unter anderem über weitere Forschungsvorhaben. (Archivbild) Foto: Helmut Fricke/dpa
Boehringer Ingelheim informierte am Standort in Biberach unter anderem über weitere Forschungsvorhaben. (Archivbild)

Biberach/Ingelheim (dpa) - Das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim will künftig wieder selbst in die Forschung zur Eindämmung der Gefahr von Erregern einsteigen, die resistent gegen Medikamente geworden sind. Der Wiedereinstieg in die eigene Forschung zu antimikrobiellen Resistenzen (AMR) soll in Kürze erfolgen, wie aus Bemerkungen von Konzernchef Shashank Deshpande bei einem Mediengespräch am Unternehmensstandort Biberach hervorgeht. 

Weiter heißt es, AMR sei eine «stille Pandemie»; es seien derzeit etwa nur wenige neue Antibiotika in der Entwicklung. Boehringer verspreche sich kurzfristig davon keine bedeutenden finanziellen Erträge. In den vergangenen Jahren hatte das Unternehmen aus Ingelheim in der AMR-Forschung vor allem auf strategische Partnerschaften oder Joint-Venture gesetzt.