Banken

Rhein: Finanzplatz Frankfurt darf nicht geschwächt werden

Unicredit will die Commerzbank übernehmen. Hessens Regierungschef Rhein fordert, dass Frankfurt als Finanzplatz dabei nicht geschwächt wird.

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) will die Übernahmepläne der italienischen Unicredit für die Commerzbank «ergebnisoffen und verantwortungsvoll prüfen und bewerten». (Archivbild) Foto: Michael Kappeler/dpa
Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) will die Übernahmepläne der italienischen Unicredit für die Commerzbank «ergebnisoffen und verantwortungsvoll prüfen und bewerten». (Archivbild)

Wiesbaden/Frankfurt (dpa) - Die Übernahmepläne der italienischen Großbank Unicredit für die Commerzbank dürfen laut Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) nicht zulasten des Finanzplatzes Frankfurt gehen. «Wir werden die neue Situation ergebnisoffen und verantwortungsvoll prüfen und bewerten», kündigte Rhein am Morgen an. «Maßstab für uns ist und bleibt, dass der europäische Finanzplatz Frankfurt am Main, Europas Nummer 1, gestärkt und nicht geschwächt wird.» 

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Außerdem müssten in allen Gesprächen die Interessen der Mitarbeiter und der Kunden des wichtigen Mittelstandsfinanzierers Commerzbank angemessen berücksichtigt werden, so der Ministerpräsident.

Unicredit legt ein offizielles Übernahmeangebot zum Erwerb aller Aktien der Commerzbank vor, wie die Bank in Mailand mitteilte. Die italienische Großbank ist bereits größter Anteilseigner bei der Commerzbank und geht mit ihren Plänen auf Konfrontationskurs mit dem Commerzbank-Management, den Arbeitnehmervertretern und der Bundesregierung, die eine Übernahme ablehnen.