«Skywalk»

Rhein und Wüst wandern auf Deutschlands längster Hängebrücke

Willingen/Winterberg (dpa/lhe) - Die Regierungschefs von Hessen und Nordrhein-Westfalen haben sich auf die längste Hängebrücke der Republik getraut und eine noch engere Zusammenarbeit ihrer Länder vereinbart. Oberhalb der Mühlenkopfschanze, Austragungsort für Weltcup-Skispringen, starteten die Christdemokraten Boris Rhein und Hendrik Wüst am Montag eine gemeinsame Wanderung im nordhessischen Willingen auf fast 800 Metern Höhe. Auf dem «Skywalk» - selbst 100 Meter hoch, 1,30 Meter schmal und 665 Meter lang - legten beide Ministerpräsidenten zügig etwa die Hälfte zurück. Die Hängebrücke schaukelte leicht. Hessens Regierungschef Rhein versicherte: «Es lohnt sich.» Der Gang in luftiger Höhe habe Charme.

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Danach wollten Rhein (51) und Wüst (48) sechs Kilometer wandern - über die gemeinsame Landesgrenze bis zum südwestfälischen Winterberg. Bei der Tour im Ski- und Wandergebiet sollte es um die Zusammenarbeit von Hessen und Nordrhein-Westfalen bei Tourismus, Sport, Wald- und Forstwirtschaft gehen. Einige Fachleute dieser Bereiche begleiteten die beiden Landesväter. Mitten im Hochsommer war die Kulisse angesichts dunkler Regenwolken und seltener Sonnenstrahlen aber zunächst etwas düster.

Für Rhein war es eine gesunde Bewegung im Freien vor einer heißen Wahlkampfphase: Bei der hessischen Landtagswahl am 8. Oktober 2023 will er sein im Mai 2022 angetretenes Amt als Ministerpräsident verteidigen. Gegenwärtig regiert seine CDU mit den Grünen zusammen. NRW-Regierungschef Wüst, der ebenfalls eine schwarz-grüne Koalition führt, wird von manchen als nächster CDU-Kanzlerkandidat gehandelt. Er selbst hat sich dazu öffentlich bisher nicht klar positioniert.