Ermittlungen

Rollstuhlfahrer im Frankfurter Bahnhofsviertel getötet

Ausgerechnet bei der Vorstellung der Kriminalstatistik berichtet der hessische Innenminister von einem schockierenden Verbrechen am Abend zuvor. Die Behörden ermitteln nun wegen Mordverdachts.

Zwei Polizisten stehen am sogenannten Kaisersack, ein Straßenabschnitt der Kaiserstraße im Bahnhofsviertel. Foto: Andreas Arnold/dpa
Zwei Polizisten stehen am sogenannten Kaisersack, ein Straßenabschnitt der Kaiserstraße im Bahnhofsviertel.

Wiesbaden (dpa/lhe) - Im Frankfurter Bahnhofsviertel ist am späten Donnerstagabend ein Rollstuhlfahrer mit Messerstichen getötet worden. Der 43-jährige Mann sei in eine Klinik gebracht worden, dort sei er kurz darauf gestorben, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Freitag mit. Als Tatverdächtiger wurde ein 29-Jähriger festgenommen. Gegen ihn wird wegen Mordverdachts ermittelt.

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Laut Polizeiangaben hatten Zeugen berichtet, dass der Rollstuhlfahrer den mutmaßlichen Täter zuvor angebettelt und beleidigt habe. Daraufhin seien die beiden Obdachlosen in Streit geraten. Dann soll der jüngere Mann auf den 43-Jährigen mehrfach mit einem Messer eingestochen haben. Umstehende Zeugen drängten ihn von seinem Opfer ab, die alarmierten Polizisten leiteten Erste Hilfe. Der 29-Jährige wurde noch am Tatort festgenommen, er sollte dem Haftrichter vorgeführt werden.

Innenminister Roman Poseck (CDU) hatte am Freitag in Wiesbaden bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2023 von dem Fall berichtet. Er verwies zugleich auf mehr Videoüberwachung und Razzien sowie die Einführung einer Waffenverbotszone im Frankfurter Bahnhofsviertel.