Zehn Festnahmen

Schlag gegen Drogenszene in Region Neckar-Alb

Ein Absperrband wird vor einem Polizeiwagen ausgerollt. Foto: David Inderlied/dpa/Illustration
Ein Absperrband wird vor einem Polizeiwagen ausgerollt.

Mössingen (dpa/lsw) - Ermittlern ist ein Schlag gegen die Drogenszene in der Region Neckar-Alb gelungen. Nach einer großen Durchsuchungsaktion am Mittwoch in Mössingen (Kreis Tübingen), Tübingen und Metzingen (Kreis Reutlingen) sind zehn mutmaßliche Dealer vorläufig festgenommen worden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Sie sollen mit mehreren hundert Kilogramm Marihuana und mehreren Kilogramm Kokain gehandelt haben. In ihren Wohnungen und mutmaßlichen Bunkerplätzen beschlagnahmte die Polizei drei Kilogramm Marihuana, Kokain, circa 50.000 Euro Bargeld und eine Schreckschusswaffe.

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Acht der Beschuldigten im Alter zwischen 25 und 45 Jahren sollten am Mittwoch und Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt werden. Zudem hat die Staatsanwaltschaft Vermögensarreste beim zuständigen Tübinger Amtsgericht erwirkt. Das bedeutet, dass das durch kriminelle Geschäfte erlangte Vermögen der Verdächtigen beschlagnahmt wird - bei drei Autos der Beschuldigten war dies bereits der Fall. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Gruppe einen Gewinn von zwei Millionen Euro durch den mutmaßlichen Drogenhandel eingenommen hat.

Ins Visier der Ermittler waren die Männer im Sommer 2022 gekommen. Rauschgiftermittler hatten nach der Entschlüsselung eines Krypto-Kommunikationsanbieters mehrere hunderttausend Bild-, Sprach- und Textnachrichten ausgewertet.