Billie Jean King Cup

Schüttler hoffnungsvoll: Bald wieder «in den Top 20»

Teamchef Rainer Schüttler glaubt, dass die deutschen Tennisspielerinnen wieder zeitnah zur weiteren Weltspitze gehören werden. Helfen würde ein guter Auftritt im Billie Jean King Cup gegen Brasilien.

Jule Niemeier (l) sitzt in einer Pause neben Teamchef Rainer Schüttler. Foto: Nel Pavletic/PIXSELL/dpa
Jule Niemeier (l) sitzt in einer Pause neben Teamchef Rainer Schüttler.

Stuttgart (dpa) - Die deutschen Tennisspielerinnen sind nach Ansicht von Teamchef Rainer Schüttler auf einem guten Weg, um in naher Zukunft wieder zur erweiterten Weltspitze dazuzugehören. «Die Erwartungshaltung in Deutschland sollte schon sein, dass in den nächsten ein, zwei Jahren zwei deutsche Spielerinnen in den Top 20 aufschlagen», sagte Schüttler vor dem deutschen Duell im Billie Jean King Cup mit Brasilien in einem Interview der «Stuttgarter Zeitung» und der «Stuttgarter Nachrichten» (Donnerstag). Für Deutschland geht es vor dem Erstrunden-Auftakt am Freitag und Samstag um den ersten Titel im Mannschaftswettbewerb seit 1992. 

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Schüttler traut insbesondere Jule Niemeier eine Menge zu, «die mit ihrer Viertelfinal-Teilnahme in Wimbledon im vergangenen Jahr schon bewiesen hat, was sie draufhat», sagte er. «Aktuell hat sie ein paar Probleme, aber eigentlich bringt sie alles mit. Darüber hinaus haben wir mit Noma Noha Akugue, Eva Lys und Nastastja Schunk drei sehr vielversprechende Talente, von denen sicher die eine oder andere nach oben durchschießen kann.»

Lys glaubt indes an einen Erfolg gegen Brasilien. «Wir sind alle gerade in einer sehr, sehr guten Form. Wenn auch das Teamgefühl, der Teamgeist dazukommt, kann man sicher gegen jeden gewinnen» sagte sie in einem Interview der «Pforzheimer Zeitung».

Derzeit gehört keine Deutsche in der Weltrangliste zu den besten 50 Spielerinnen. Für den 46 Jahre alten Schüttler hängt das auch mit der Förderung zusammen. «Das ist vor allem eine gesellschaftliche Frage», sagte der frühere Profi. «In vielen Ländern Osteuropas führen 14-Jährige schon ein Leben wie ein Profi. Während hierzulande eben mehr Wert auf Schule und Ausbildung gelegt wird.»