Ausbildung

Schulversuch soll junge Fachkräfte sichern

Viele Betriebe haben Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen. Ein Schulversuch soll Jugendliche schnell in eine Ausbildung bringen.

Besucher stehen auf einer Jobmesse vor dem Schriftzug «Azubis gesucht». Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Besucher stehen auf einer Jobmesse vor dem Schriftzug «Azubis gesucht».

Wiesbaden (dpa/lhe) - Mit einem Schulversuch für berufliche Orientierung will das Kultusministerium in Hessen dem Fachkräftemangel entgegenwirken. «Wir müssen die jungen Menschen in die Ausbildung bringen und damit Fachkräfte sichern», sagt Ulrich Schweers, Referatsleiter im Ministerium für das Pilotprojekt «BÜA». «BÜA» ist die Abkürzung für die Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung und wird seit dem Schuljahr 2017/2018 an mittlerweile 38 Schulen in Hessen erprobt.

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Mit BÜA sollen Jugendliche unter 18 Jahren, die noch keinen Ausbildungsplatz haben, in maximal zwei Schuljahren auf eine Berufsausbildung vorbereitet werden. Eine berufliche Orientierung helfe den jungen Menschen dabei, den Beruf zu finden, der zu ihren Fähigkeiten passt, verhindere Ausbildungsabbrüche und beuge dem Fachkräftemangel vor.

Erreicht werden soll dies durch einen starken praktischen Fokus im BÜA-Unterricht, etwa in Form von Praktika. «Wir haben festgestellt, dass junge Menschen durch diese praktische Tätigkeit im Betrieb Freude an der Arbeit finden und dann auch bereit sind, eine Ausbildung zu absolvieren», sagt Schweers. Daneben werden auch Inhalte aus Fächern wie Deutsch, Englisch und Mathematik sowie soziale Kompetenzen vermittelt. Auch der Erwerb eines Hauptschul- oder Realschulabschlusses sei möglich.

Ab dem 1. August 2025 soll BÜA landesweit in Regelbetrieb gehen und auf lange Sicht die anderen Modelle zur Berufsvorbereitung, wie die zweijährige Berufsfachschule, Stück für Stück ablösen. Laut dem Ministerium verzeichnet das Projekt einen erfolgreichen Verlauf und einen steigenden Trend bei Abschlüssen und Ausbildungsvermittlungen. Genaue Zahlen nennt das Ministerium jedoch nicht.