Schwarz-Grün will hessenweite digitale Abdeckung bis 2030
Wiesbaden (dpa/lhe) - Schwarz-Grün in Hessen hält am Ziel der landesweiten Abdeckung mit Internetanschlüssen und Handynetz bis 2030 fest. Die Opposition äußerte am Mittwoch im Wiesbadener Landtag Zweifel, ob das gelingt. Der Grünen-Abgeordnete Torsten Leveringhaus bekräftigte gut zweieinhalb Monate vor der hessischen Landtagswahl am 8. Oktober, bis 2030 solle es eine landesweite Abdeckung mit Glasfaseranschlüssen für schnelles Internet und Mobilfunkabdeckung für Handygespräche geben.
Laut CDU-Fraktionschefin Ines Claus gehört Hessen beim Internet zu den bestversorgten Flächenländern mit einer der bundesweit höchsten Ausbaugeschwindigkeiten: «Mehr als zwei Drittel aller Haushalte und nahezu alle Schulen und Krankenhäuser verfügen heute über einen gigabitfähigen Internetanschluss.»
Torsten Felstehausen von den oppositionellen Linken kritisierte, Funklöcher, stockender Glasfaserausbau und abbrechende Verbindungen seien in Hessen «traurige Realität». Bijan Kaffenberger von der SPD-Opposition beklagte, etwa im Odenwald oder Werra-Meißner-Kreis lasse sich wegen Löcher im Mobilfunknetz immer noch vielerorts kein Taxi mit dem Handy rufen.
Laut dem oppositionellen AfD-Parlamentarier Dimitri Schulz «klingt das Wort «gigabitfähig» besser, als es ist, denn man teilt sich die zur Verfügung stehende Bandbreite mit seinen Nachbarn». Überall propagierte Spitzenwerte von bis zu 1000 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) beim Internetanschluss würden daher lediglich zu bestimmten Zeiten erreicht, wenn nur wenige nahe Haushalte die Bandbreite nutzten.