Schnelle Verurteilung

Schwarzfahrer schlägt zweijähriges Kind

Ein 49-Jähriger schlug am Mannheimer Hauptbahnhof einem Kleinkind mit einer Tasche ins Gesicht. Das Amtsgericht macht bereits am Folgetag kurzen Prozess.

Der Mann wurde von der Bundespolizei am Bahnsteig angetroffen. (Symbolbild) Foto: Sven Hoppe/dpa
Der Mann wurde von der Bundespolizei am Bahnsteig angetroffen. (Symbolbild)

Frankfurt/Mannheim (dpa) - Ein 49-Jähriger hat in einem ICE einem zweijährigen Kind mit einer Tasche ins Gesicht geschlagen und ist dafür bereits am Folgetag zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Der Mann war ohne gültigen Fahrschein von Frankfurt am Main nach Mannheim unterwegs, wie die Bundespolizei mitteilte. Eine Zugbegleiterin stellte ihm deshalb eine Fahrpreisnacherhebung aus.

Als der Mann anschließend durch den Zug lief, kamen ihm die Mutter und ihr Kleinkind entgegen. Beim Vorbeigehen schlug der 49-Jährige unvermittelt seine mit Trinkflaschen gefüllte Tasche in das Gesicht des Kindes, das daraufhin zu Boden fiel. Danach machte er gegenüber der Mutter noch abfällige Bemerkungen. Das Kind wurde leicht verletzt, eine ärztliche Behandlung lehnten die Angehörigen ab. Der Verdächtige wurde nach dem Vorfall am Dienstag am Hauptbahnhof Mannheim festgenommen.

Weil der Mann keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat und der Fall einfach gelagert war, beantragte die Staatsanwaltschaft ein beschleunigtes Verfahren. Das Amtsgericht verurteilte den 49-Jährigen bereits am Mittwoch wegen Leistungserschleichung in Tateinheit mit Hausfriedensbruch und Körperverletzung zu sieben Monaten Haft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Er blieb zunächst auf freiem Fuß, wie eine Sprecherin der Bundespolizei sagte.

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