Vorfall in Bar

SEK-Einsatz in Südbaden: Es ging um eine Geiselnahme

Ein SEK wird vor einigen Tagen in eine Kleinstadt an der Grenze zur Schweiz und Frankreich geflogen. Jetzt gibt die Staatsanwaltschaft Details bekannt.

Der Polizeihubschrauber landete auf einem Sportplatz. Foto: Jose Villacreses/dpa
Der Polizeihubschrauber landete auf einem Sportplatz.

Weil am Rhein (dpa/lsw) - Rund eine Woche nach einem Einsatz der Spezialkräfte der Polizei in Weil am Rhein, bei dem ein mit Haftbefehl gesuchter Mann festgenommen wurde, hat die Staatsanwaltschaft mehr Details veröffentlicht. Demnach wird dem 38-Jährigen vorgeworfen, seine Ex-Freundin über mehrere Stunden in einer Bar in der Kleinstadt als Geisel festgehalten und körperlich misshandelt zu haben, wie ein Sprecher der Ermittlungsbehörde auf Anfrage mitteilte. Sein Ziel sei es gewesen, von ihr Informationen zu erpressen. Die Frau habe mehrere Brüche im Gesicht und an den Rippen erlitten. 

Die Tat soll sich am Sonntag, 26. Juli, ereignet haben. Im Anschluss flüchtete der Mann. Drei Tage später schlug dann das SEK der Polizei zu und nahm ihn fest. Für diese Aktion wurden einige der Polizisten extra eingeflogen. Um laufende Ermittlungen nicht zu gefährden, hatten Polizei und Staatsanwaltschaft nach der Festnahme zunächst keine weiteren Details bekanntgegeben. 

Für die Festnahme des Mannes sei vorab eine Gefahrenprognose erstellt worden, hieß es von der Staatsanwaltschaft weiter. Das werde gemacht, um mögliche Gefahren für die Polizei zu minimieren. In diesem Fall entschieden die Behörden, ein Spezialeinsatzkommando einfliegen zu lassen. Details dazu ließen die Ermittler aber offen.

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Weil am Rhein ist eine Kleinstadt im Landkreis Lörrach an der Grenze zur Schweiz und Frankreich mit rund 32.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.