Botanischer Garten

Seltener Käfer an der TU Darmstadt entdeckt

Bis zu sechs Zentimeter groß und ein imposantes Auftreten: Im Botanischen Garten der Uni wurde der seltene Große Eichenbock-Käfer gesichtet. Er ist vom Aussterben bedroht und steht unter Artenschutz.

Wer als Besucher den Käfer entdeckt, soll die Sichtung dem Gartenteam des Botanischen Gartens melden. (Handout) Foto: Simon Poppinga/TU Darmstadt/dpa
Wer als Besucher den Käfer entdeckt, soll die Sichtung dem Gartenteam des Botanischen Gartens melden. (Handout)

Darmstadt (dpa/lhe) - Im Botanischen Garten der Technischen Universität (TU) Darmstadt ist ein seltener Großer Eichenbock-Käfer gefunden worden. Der stark gefährdete Käfer steht europaweit unter strengem Schutz, wie die Universität mitteilte. In Deutschland ist der Käfer vom Aussterben bedroht.

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Der Große Eichenbock (lateinisch: Cerambyx cerdo) zählt zu den größten heimischen Käferarten und wird bis zu sechs Zentimetern lang. Die Fühler des Käfers sehen geweihartig aus. Sein Lebensraum ist eng an Eichen gebunden. In den letzten Jahrzehnten sei dieser Lebensraum allerdings dramatisch geschrumpft, hieß es.

Team des Botanischen Gartens freut sich über den Fund

In Darmstadt freut man sich über den seltenen Fund. «Dass dieser überaus imposante und seltene Käfer in unserem Botanischen Garten gefunden wurde, zeigt, wie wertvoll unsere alten Baumbestände für den Artenschutz sind», sagte Simon Poppinga, wissenschaftlicher Leiter des Botanischen Gartens. Wer den Botanischen Garten besucht und den Großen Eichenbock selbst entdeckt, wird darum gebeten, die Sichtung dem Gartenteam zu melden. Das Tier sollte nicht berührt oder gestört werden, wie es hieß.

Nach der von der EU veranlassten «Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie» gilt der Große Eichenbock als streng geschützt. Somit ist das Fangen, Töten oder Stören des Käfers verboten. Auch sein Lebensraum darf laut TU Darmstadt nicht zerstört werden.