Leicht salzig

So schmeckt Kamelmilch-Eis

Morbus Crohn brachte Eismacher Thomas Micolino zur Kamelmilch. Jetzt möchte der Deutsche Eis-Meister auch den WM-Titel mit der ungewöhnlichen Kreation.

Gelatiere Thomas Micolino mit seinem Kamelmilch-Eis. Foto: Marijan Murat/dpa
Gelatiere Thomas Micolino mit seinem Kamelmilch-Eis.

Rottenburg am Neckar/Las Vegas (dpa/lsw) - Mit Eis aus Kamelmilch möchte der Deutsche Meister Thomas Micolino auch bei der WM in Las Vegas überzeugen. Bei seinen Kunden ist die Sorte längst einer der Favoriten. Viele beschreiben die Kreation als «anders». Simone Schmid wird etwas konkreter: «Es ist sehr cremig, erfrischend und gleichzeitig knackig.» 

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Der Erfinder aus Rottenburg am Neckar (Landkreis Tübingen) selbst sagt, im Vergleich zu herkömmlichem Milcheis sei die Sorte «Kamelatte» etwas salziger, cremiger und schneeweiß. Sie ist eine Kombination aus Kameleis, geräuchertem Dattelhonig, Pistazien und Polenta. 

Damit tritt Micolino nun vom 24. bis 26. März beim Gelato Festival World Masters in den USA an. Der 36-Jährige will sich dort mit den 70 besten Eismachern aus aller Welt messen. «Ich bin zu 110 Prozent auf diese Weltmeisterschaft fokussiert», sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Wegen der chronischen Darmentzündung Morbus Crohn musste der Eismacher lange auf herkömmliche Milchprodukte verzichten. Kamelmilch dagegen war erlaubt. «Da ist mir ein Licht aufgegangen», sagte der Gelatiere.