Spargelbauer zufrieden mit der Saison
Hohe Produktionskosten und Preisaktionen des Lebensmitteleinzelhandels setzen Hessens Spargelbauern zu. Insgesamt ziehen sie aber ein positives Fazit.
Friedrichsdorf (dpa/lhe) - Die hessischen Spargelbauern bewerten die diesjährige Saison insgesamt als gut. «Im Wesentlichen konnte die Ernte gut vermarktet werden, da Angebot und Nachfrage weitgehend zusammenpassten», sagte die Sprecherin des Bauernverbandes, Marie-Claire von Spee, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Es habe keine nennenswerten Übermengen gegeben und keine zu großen Probleme.
An Pfingsten und zum Ende der Saison seien allerdings die sehr heißen Tage anspruchsvoll für die Betriebe gewesen. So habe man die Arbeitszeiten der Erntehelfer in die frühen Morgenstunden gelegt. «Das größte Problem der Betriebe sind nach wie vor die zu hohen Produktionskosten, vor allem durch die stark steigenden Mindestlöhne bei gleichzeitigem sehr großem Preisdruck durch den Lebensmitteleinzelhandel», sagte von Spee. Das passe nicht zusammen und führe zunehmend zu geringeren Anbauflächen und zum Ausstieg einiger Betriebe. Kunden hätten aber angemessene Preise für qualitativ hochwertige Ware in der Direktvermarktung akzeptiert.
Die Spargelernte beginnt in Deutschland normalerweise in der zweiten Aprilhälfte und dauert traditionell bis zum «Johannistag» am 24. Juni. Mittlerweile beginnt sie meist bereits im März und der Verkauf dauert über den Johannistag hinaus. In Hessen gab es schon vor Ostern Spargel zu kaufen.