Halbjahresbilanz

Sparkassen in Hessen und Thüringen erwarten höheren Gewinn

Ein starker Zinsüberschuss sorgt bei den Sparkassen für Optimismus: Der operative Gewinn soll 2026 das Vorjahr übertreffen. Bei Privatkunden wollen die Institute mit einem neuen Angebot punkten.

Die Sparkassen in Hessen und Thüringen rechnen mit besseren Geschäften. (Archivbild) Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa
Die Sparkassen in Hessen und Thüringen rechnen mit besseren Geschäften. (Archivbild)

Frankfurt/Main (dpa) - Die Sparkassen in Hessen und Thüringen sehen sich nach einem soliden ersten Halbjahr auf Kurs zu einer besseren Jahresbilanz. «Bei der Ertragsentwicklung rechnen wir für das Gesamtjahr 2026 mit einem etwas dynamischeren Verlauf als ursprünglich erwartet», erklärte der geschäftsführende Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen, Stefan G. Reuß.

«Dank eines starken Zinsüberschusses wird das Betriebsergebnis auf Jahressicht wahrscheinlich über dem Vorjahresniveau liegen», prognostizierte Reuß. Erwartet wird für die 46 Sparkassen in den beiden Bundesländern ein operativer Gewinn von rund 1,8 Milliarden Euro. Das wären gut fünf Prozent mehr als 2025.

Der Zinsüberschuss als wichtigste Ertragssäule der öffentlich-rechtlichen Institute dürfte der Prognose zufolge um 8,2 Prozent auf knapp 3,2 Milliarden Euro zulegen. Geldhäuser verdienen daran, dass sie für Kredite mehr Geld kassieren, als sie ihrer Kundschaft an Sparzinsen zahlen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen im Euroraum angehoben, eine weitere Erhöhung wird erwartet. In der Regel steigen in der Folge die Kreditzinsen schneller als die Sparzinsen.

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Bitcoin in der Sparkassen-App ab Oktober

Während das Kreditvolumen der Sparkassen im ersten Halbjahr um knapp ein Prozent auf gut 96,7 Milliarden zulegte, verringerten sich die Kundeneinlagen leicht auf 126,7 Milliarden Euro. Der Verband führt das auch auf das wachsende Interesse an Wertpapieren zurück. 

Bald auch über die Sparkassen-App handelbar: Kryptowährungen wie Bitcoin. (Symbolbild) Foto: Hannes P Albert/dpa/dpa-tmn
Bald auch über die Sparkassen-App handelbar: Kryptowährungen wie Bitcoin. (Symbolbild)

Seit einigen Wochen ermöglichen die Institute mit «S-Neo» den Handel mit Wertpapieren wie ETFs (börsennotierten Indexfonds) direkt in der Sparkassen-App. «Ab Oktober wird in der App dann auch die Verwahrung und der Handel von Kryptowährungen für Selbstentscheider möglich sein», kündigte Reuß an. Dann haben Kunden über die Sparkassen-App Zugang zu Bitcoin und Ether.