Parteien

SPD Frankfurt fordert Neuwahl der Parteispitze im Bund

Die Parteiführung steht in der Kritik. Kann ein personeller Wechsel die Sozialdemokraten auf einen neuen Kurs bringen?

Nach den verpassten Wahlzielen in Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und zuvor auch Sachsen-Anhalt erhöht die Frankfurter SPD den Druck auf die Bundespartei-Doppelspitze. (Archivbild) Foto: Kay Nietfeld/dpa
Nach den verpassten Wahlzielen in Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und zuvor auch Sachsen-Anhalt erhöht die Frankfurter SPD den Druck auf die Bundespartei-Doppelspitze. (Archivbild)

Frankfurt/Main (dpa) - Im Streit um den künftigen Kurs der SPD im Bund fordern die Frankfurter Sozialdemokraten eine Neuaufstellung der Parteispitze. Die Weichen dafür sollen auf einem außerordentlichen Bundesparteitag noch in diesem Herbst gestellt werden, wie aus einem Beschluss des SPD-Unterbezirks hervorgeht. Zuvor hatte der «Tagesspiegel» darüber berichtet. Derzeit führen Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Arbeitsministerin Bärbel Bas die Bunde-SPD. 

«Die Entscheidung über den Parteivorsitz soll durch ein verbindliches, bundesweites Mitgliedervotum getroffen werden», heißt es in dem Beschluss, der auch dem Bundesvorstand in Berlin weitergeleitet wurde. Die gegenwärtige Parteiführung trage Verantwortung für die strategische und politische
Entwicklung der vergangenen Jahre. «Ein politischer Neuanfang ist deshalb nur dann glaubwürdig, wenn er auch mit einer personellen Neuaufstellung verbunden ist.»