Sperrung im Süden Frankfurts: Was heißt das für den Verkehr?
Eine über die Mörfelder Landstraße führende Bahnbrücke wird neu gebaut. Die Straße wird dafür um die Brücke voll gesperrt. Was ändert sich für Autofahrer, Fußgänger und im Nahverkehr?
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Deutliche Einschränkungen für Autofahrerinnen und Autofahrer, für Fahrradfahrer und ÖPNV-Nutzende im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen. Ab diesem Montag (2. März) kommt es auf der Mörfelder Landstraße zu einem großen Bauprojekt, ein Abschnitt wird bis 2029 voll gesperrt. Grund ist der Neubau der dortigen Bahnbrücke. Auch Busse und Straßenbahnen fahren über Jahre andere Routen.
Was passiert genau?
Konkret geht es um die Eisenbahnbrücke, die zwischen Breslauer Straße und Oppenheimer Landstraße über die Mörfelder Landstraße führt. Die Vollsperrung rund um die Brücke dauert bis 2029 an, wie die Stadt unlängst mitteilte.
Die Brücke ist in die Jahre gekommen. Laut den Angaben müssen sich bisher etwa Nah-, Fuß- und Radverkehr den nur rund 16 Meter breiten Durchgang unter der Bahnstrecke teilen.
Nun soll die Bahntochter DB InfraGO voraussichtlich bis Ende 2027 eine neue Brücke bauen, die mehr als 60 Meter weit sein solle. Finanzielle Unterstützung gibt es von der Stadt Frankfurt. Ab 2028 soll die enge Straßenführung unter der Brücke verbreitert werden. Das Ziel: Der Verkehr soll flüssiger werden, auch Fuß- und Radwege sind auf beiden Straßenseiten unter der Brücke geplant.
Was heißt das für den Verkehr?
- Autos: Während Anwohner oder Beschäftigte näher an die Baustelle heranfahren können, ist die Mörfelder Landstraße für den großräumigen Durchgangsverkehr zwischen Oberforsthauskreisel und Offenbacher Landstraße gesperrt. Diese Autofahrer können den Angaben zufolge die Stelle in Richtung West über Wasserweg, Deutschherrnufer, Schaumainkai und Kennedyallee umfahren, in Richtung Ost über Kennedyallee, Stresemannallee, Schaumainkai, Deutschherrnufer und Seehofstraße.
- Fußgänger und Radfahrer: Sie werden über Tiroler Straße und Tiroler Park umgeleitet.
- Straßenbahn: Um die Änderung bei der Linie 18 vorzubereiten, baut ab diesem Montag für zwei Wochen eine neue Weiche sowie neue Fahrleitungsmaste ein. Bis zum 15. März fahren Ersatzbusse zwischen Südbahnhof und Stresemannallee/Mörfelder Landstraße. Die Linie 18 wird umgeleitet. Ab 16. März fährt Linie 18 dann den Angaben zufolge via Schweizer- und Gartenstraße, Otto-Hahn-Platz sowie den Haltestellen Friedensbrücke und Stresemannallee.
- Busse: Etwas später als die Straßenbahn müssen auch die Busse aus der Mörfelder Landstraße weichen. Die Linien 61, X61, X77 und 80 werden laut der Verkehrsgesellschaft Frankfurt zwischen den Haltestellen Oppenheimer Landstraße und Stresemannallee/Mörfelder Landstraße umgeleitet. Die Buslinie 35 wird via Beuthener bis Breslauer Straße verlängert. «So kann gut von und zur Linie 18 umgestiegen werden», heißt es bei der VGF.
Weiteres Bauprojekt, weitere kurzzeitige Sperrung
Laut der Stadt finden parallel bis zum 13. März Brückenbauarbeiten für den Bau der Regionaltangente West an der Isenburger Schneise statt. Die Isenburger Schneise wird dafür voll gesperrt. «Beide Projekte – RTW und DB InfraGO – nutzen dieselbe Streckensperrung der Bahnstrecke, damit die Einschränkungen für Bürgerinnen und Bürger möglichst gering bleiben», hieß es.