Staat unterstützt Ärmere bei Kosten für Klassenfahrten
Wiesbaden (dpa/lhe) - Damit auch Kinder ärmerer Familien bei Klassenfahrten dabei sein können, sind in Hessen 2022 knapp acht Millionen Euro staatliche Unterstützung ausgezahlt worden. In den beiden Vor-Corona-Jahren waren es 7,2 Millionen Euro (2018) und 7,3 Millionen Euro (2019) gewesen. Das geht aus einer Antwort des Kultusministeriums in Wiesbaden auf eine parlamentarische Anfrage der AfD-Landtagsfraktion hervor.
Die Ministeriumsangaben beziehen sich auf Leistungen unter anderem aus dem Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes und dem Bundeskindergeldgesetz. Diese umfassen neben Klassenfahrten von Schülerinnen und Schülern auch mehrtägige Fahrten von Kindern, die eine Kita besuchen oder in der Kindertagespflege betreut werden.
Von Seiten des Landes gibt es noch eine finanzielle Unterstützung für Austausch- und Begegnungsfahrten, wie ein Ministeriumssprecher mitteilte. Zuschüsse könnten darüber hinaus durch Fördervereine der Schulen oder für bestimmte Fahrten beantragt werden, etwa beim Bundesrat für Berlin-Fahrten.
«Klassenfahrten sind wesentliche Elemente des Bildungs- und Erziehungsauftrags der Schulen und fördern neue Erfahrungen sowie Erlebnisse», erläuterte das Ministerium. «Darüber hinaus tragen sie dazu bei, den Gemeinschaftssinn zu festigen.» Bei der Planung müssten die Schulen beachten, dass niemand aus finanziellen Gründen von der Teilnahme ausgeschlossen werden dürfe.