Kriminalität

Suche nach schwarzen Schafen im Gesundheitswesen

Abrechnungsbetrug zulasten von Krankenkassen und Korruption im Medizinbereich sind im Visier besonderer Ermittler des LKA. Die Spezialisten können sich über eine hohe Aufklärungsquote freuen.

Die Zentralstelle Medizinwirtschaftskriminalität in Fulda ist zuständig für Ermittlungen zu Betrugs- und Korruptionsfällen im Gesundheitswesen. (Symbolbild) Foto: Tom Weller/dpa
Die Zentralstelle Medizinwirtschaftskriminalität in Fulda ist zuständig für Ermittlungen zu Betrugs- und Korruptionsfällen im Gesundheitswesen. (Symbolbild)

Fulda (dpa/lhe) - Bei der Bekämpfung von Kriminalität im Gesundheitswesen sind im vergangenen Jahr in Hessen 147 Betrugsfälle erfasst worden. Davon wurden 145 Fälle aufgeklärt, wie Innenminister Roman Poseck (CDU) bei einem Besuch einer Spezialabteilung des Landeskriminalamtes (LKA) in Fulda mitteilte. Die Aufklärungsquote liege damit bei 98 Prozent. Allerdings sei von einer hohen Dunkelziffer auszugehen.

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Ins Visier der Zentralstelle Medizinwirtschaftskriminalität geraten laut Ministerium beispielsweise Ärzte, Kliniken, Apotheken, therapeutische Einrichtungen, Sanitätshäuser, Hörakustiker und Augenoptiker. Oft geht der Betrug zulasten der Krankenkassen. Deswegen sei es für das achtköpfige Ermittlerteam der Zentralstelle wichtig, einen sehr engen Kontakt zu den Krankenkassen zu haben, sagte LKA-Präsident Andreas Röhrig.

«Am Ende zahlen das die Beitragszahler»

Die Betrugsfälle seien durchaus dem Bereich der organisierten Kriminalität zuzuordnen, fügte Röhrig hinzu. «Am Ende zahlen das die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler», betonte Innenminister Poseck.