Mehr Geld

5,8 Prozent mehr Geld in zwei Stufen für Landesbeschäftigte

Mitten in der Nacht einigen sich die Tarifparteien. Hessens Landesbeschäftigte wie Polizisten und Justizmitarbeiter verdienen künftig mehr Geld. Wie die Einigung von Land und Gewerkschaften aussieht.

Der Tarifeinigung sind mehrere Demonstrationen von Landesbeschäftigten vorausgegangen. (Symbolbild) Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Der Tarifeinigung sind mehrere Demonstrationen von Landesbeschäftigten vorausgegangen. (Symbolbild)

Seeheim-Jugenheim (dpa/lhe) - Die rund 58.000 hessischen Landesbeschäftigten im öffentlichen Dienst sollen in zwei Stufen insgesamt 5,8 Prozent mehr Geld bekommen. Eine nächtliche Tarifeinigung in Seeheim-Jugenheim im Kreis Darmstadt-Dieburg sieht zunächst ein Plus von 3,0 Prozent zum 1. Juli 2026 vor – mindestens aber 110 Euro pro Monat. Es folgt ein weiteres Plus von 2,8 Prozent zum 1. Oktober 2027, wie das Innenministerium der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags beträgt demnach 25 Monate. 

Die Gewerkschaften hatten zuvor unter Verweis auf Reallohnverluste früherer Jahre und auf viele unbesetzte Stellen sieben Prozent mehr Geld verlangt – mindestens aber 300 Euro zusätzlich. Zudem forderten sie zunächst eine Laufzeit des Tarifvertrags von nur zwölf Monaten. Es hatte eine Reihe von Demonstrationen gegeben.

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Innenminister Roman Poseck hatte ein konkretes Angebot bei den Tarifverhandlungen erst für die dritte Runde der Tarifverhandlungen angekündigt, die am Donnerstag in Seeheim-Jugenheim begonnen hatte. Dort wollen der CDU-Politiker und Vertreter der Gewerkschaften heute um 12.00 Uhr die Details des neuen Tarifvertrags vorstellen. 

Hessen ist als einziges Bundesland nicht Mitglied der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und verhandelt daher eigenständig über die Entgelte seiner Beschäftigten. Für alle anderen Bundesländer wurde bereits zuvor ein Tarifabschluss erzielt. Insgesamt erhöhen sich die Entgelte dort ebenfalls um 5,8 Prozent – allerdings in drei statt zwei Schritten und bis zum Jahresbeginn 2028.