Behörden

Tierschützer fordern Abschaffung von Rassenliste

Eine American Staffordshire Terrier Hündin trägt einen Maulkorb. Foto: Philipp Schulze/dpa
Eine American Staffordshire Terrier Hündin trägt einen Maulkorb.

Wiesbaden/Altenstadt (dpa/lhe) - Tierschützer fordern eine Abschaffung der Rasseliste in Hessen, in der bestimmte Hunderassen als gefährlich deklariert sind. «Die meisten Beißvorfälle stammen nicht von Listenhunden», sagte Sigrid Faust-Schmidt vom Landestierschutzverband Hessen in Altenstadt. Sinnvoller sei ein verpflichtender Hundeführerschein für die Halter.

Im Jahr 2000 war die Rasseliste eingeführt worden, seit 30 Jahren gilt in Hessen die «Gefahrenabwehrverordnung über das Halten und Führen von Hunden». Laut Angaben des Innenministeriums in Wiesbaden wird die Rasseliste regelmäßig überprüft, unter bestimmten Voraussetzungen würden Rassen gestrichen oder neu aufgenommen.

Wer einen dieser sogenannten Listenhunde hält, muss behördliche Auflagen erfüllen und in vielen Kommunen eine sehr hohe Hundesteuer zahlen. Der Hund muss einen Wesenstest bestehen. Diese Tiere sitzen häufig in Tierheimen und sind schwer zu vermitteln.