Toter aus Auto obduziert – Verdacht erhärtet sich
Ein Zeuge entdeckt einen Toten im Auto, die Polizei vermutet ein Verbrechen. Wer kann der Sonderkommission «Motor» entscheidende Hinweise liefern? Die Suche nach einer Firma läuft.
Neuenbürg (dpa/lsw) - Nachdem in Neuenbürg (Enzkreis) ein toter Mann in einem Auto gefunden wurde, deutet ein vorläufiges Obduktionsergebnis auf ein Tötungsdelikt hin. Die Erkenntnisse aus der Obduktion erhärteten den Verdacht eines Fremdverschuldens, wie ein Polizeisprecher sagte. Zum Verletzungsbild und einer möglichen Tatwaffe könnten aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben gemacht werden.
Es seien zahlreiche Zeugenhinweise eingegangen. Die Anzahl der gesammelten Spuren liege im mittleren zweistelligen Bereich. Dazu zählten Zeugenvernehmungen, Spuren am Fundort und Auswertungen von digitalen Spuren und Beweismitteln, so der Sprecher.
Polizei sucht Mitarbeiter einer Firma
Die für den Fall eingerichtete Sonderkommission «Motor» suche derzeit eine Firma, die in der Nähe des Fundorts der Leiche eine mobile Arbeitsbühne abgestellt und wieder abgeholt hatte. Mitarbeiter dieser Firma könnten vermutlich wertvolle Hinweise liefern. Die Arbeitsbühne sei am Mittwoch, dem Tag des Leichenfunds, abgeholt worden.
Ein Zeuge hatte den Toten am Mittwochmorgen in dem Fahrzeug entdeckt und die Polizei gerufen. Der Tote kommt Angaben der Polizei zufolge auch aus dem Enzkreis.
Die Sonderkommission «Motor», die aus mehreren Dutzend Beamtinnen und Beamten besteht, werde ihre Arbeit auch am Wochenende fortsetzen. Eine Festnahme habe es bisher nicht gegeben.