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Über 10.000 Beteiligte bei Streiktag im Südwesten

Abgestellte Züge auf den Gleisen vor einem Bahnhof. Foto: Sina Schuldt/dpa
Abgestellte Züge auf den Gleisen vor einem Bahnhof.

Stuttgart (dpa/lsw) - Im Zuge des bundesweiten Verkehrsstreiks haben in Baden-Württemberg tausende Beschäftigte ihre Arbeit niedergelegt. Nach ersten Schätzungen beteiligten sich bis Mittag mehr als 10.000 Menschen an den Ausständen, wie die Gewerkschaften EVG und Verdi am Montag mitteilten. Die Beteiligung sei überwältigend. Im Bereich von Verdi folgten demzufolge mehr als 7000 Menschen dem Aufruf, bei der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft waren es rund 3000 Beschäftigte.

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Die Kritik an den Warnstreiks - etwa von Arbeitgebern und aus der Politik - wiesen die Gewerkschaften scharf zurück. Mit den Rufen nach einer Einschränkung des Streikrechts sei eine Grenze überschritten, sagte der Landeschef des Deutschen Gewerkschaftsbunds, Kai Burmeister, am Montag. «Wer das Streikrecht einschränken will, der sägt an den Grundfesten unserer Demokratie.» Warnstreiks seien das gute Recht der Beschäftigten und als Druckmittel unverzichtbar.

Mit dem großangelegten Warnstreik wollen die Gewerkschaften den Druck in ihren Tarifverhandlungen erhöhen. Der öffentliche Verkehr war am Montag daher weitgehend unterbrochen. Neben den Fern-, Regional- und S-Bahnen der Deutschen Bahn und weiterer Unternehmen stand im Land auch der kommunale Nahverkehr in acht Städten größtenteils still. Am Flughafen Stuttgart gab es zudem keinen regulären Flugbetrieb. Von dem 24-stündigen Arbeitskampf sind bundesweit Millionen Berufspendler und Reisende sowie weite Teile des Güterverkehrs betroffen.