Veruntreuung

Untreueprozess gegen Ex-Sachbearbeiterin: Urteil erwartet

Um ihre Spielsucht zu finanzieren, soll eine Frau bei ihrer Arbeit bei der Stadt Frankfurt Zahlungen auf ihr eigenes Konto veranlasst haben. Nun wird das Urteil erwartet.

Im Frankfurter Landgericht muss sich eine Frau wegen mutmaßlicher Veruntreuung verantworten. (Archivbild) Foto: Arne Dedert/dpa
Im Frankfurter Landgericht muss sich eine Frau wegen mutmaßlicher Veruntreuung verantworten. (Archivbild)

Hofheim/Frankfurt (dpa/lhe) - In dem Fall einer wegen Veruntreuung angeklagten Ex-Sachbearbeiterin der Stadt Frankfurt soll am heute (10.30 Uhr) das Urteil verkündet werden. Die 56-Jährige soll als Mitarbeiterin der Stadt Frankfurt sowie des Main-Taunus-Kreises 318.000 Euro auf eigene Konten überwiesen haben.

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Die Frau hatte die Taten beim Prozessauftakt am vergangenen Mittwoch gestanden. Als Motiv gab sie ihre Spielsucht an. Das gesamte Geld habe sie online verspielt. 

Der Anklage zufolge erbeutete die Frau in den Jahren 2017 bis 2021 erst Gelder der Stadt, nach einem Jobwechsel dann Gelder des Kreises. Sie veränderte Angaben in den Computersystemen, um sich Geld auf familieneigene Konten überweisen zu lassen. Ihre Kolleginnen und Kollegen sollen im Vertrauen auf die Richtigkeit der Angaben die Zahlungsanweisungen jeweils genehmigt haben. Die Staatsanwaltschaft geht von gewerbsmäßigem Betrug und Untreue aus. 

Frühere Veruntreuungen

2020 lief im Frankfurter Amtsgericht bereits ein Verfahren gegen die Frau wegen früherer Veruntreuungen im Rahmen ihrer Tätigkeit beim Frankfurter Stadtschulamt. Die Angeklagte wurde damals zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt. Im Zuge dieses Verfahrens waren die nun angeklagten Fälle ermittelt worden.