Zoll ermittelt

Verdacht auf Schwarzarbeit: Durchsuchungen in vier Ländern

Scheinrechnungen und ein geschätzter Schaden in Höhe von rund zwei Millionen Euro. Beschuldigt werden drei Personen - mit einem Schwerpunkt in Nordthüringen.

Wegen mutmaßlicher Schwarzarbeit im Baugewerbe haben am Morgen rund 200 Zollbeamte Durchsuchungen durchgeführt. (Symbolbild) Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Wegen mutmaßlicher Schwarzarbeit im Baugewerbe haben am Morgen rund 200 Zollbeamte Durchsuchungen durchgeführt. (Symbolbild)

Mühlhausen (dpa) - Wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit im Baugewerbe hat der Zoll in vier Bundesländern Durchsuchungen durchgeführt. Der Schwerpunkt der Maßnahmen liegt nach Angaben des Hauptzollamts Erfurt in Nordthüringen. Darüber hinaus seien auch Wohn-, Geschäftsräume und Baustellen in Hamburg, Hessen und Niedersachsen betroffen. Insgesamt seien 13 Objekte durchsucht worden.

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Ermittelt wird den Angaben zufolge gegen drei Beschuldigte im Alter von 39, 44 und 64 Jahren. Ihnen wird unter anderem Vorenthalten und Veruntreuen von Sozialversicherungsbeiträgen, Betrug und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Zur Verschleierung der Schwarzarbeit sollen die beteiligten Firmen untereinander Scheinrechnungen ausgetauscht haben. Der entstandene Sachschaden liegt nach Schätzungen bei rund zwei Millionen Euro.