Kundgebung in Frankfurt

Verdi ruft im Einzelhandel zu Arbeitsniederlegungen auf

Verdi will höhere Löhne für Beschäftigte im Handel durchsetzen. Warum die Verhandlungen ins Stocken geraten sind und was als Nächstes geplant ist.

Immer noch kein Abschluss für den Einzelhandel. Verdi verlangt besseres Angebot. (Foto:Archiv) Foto: Federico Gambarini/dpa
Immer noch kein Abschluss für den Einzelhandel. Verdi verlangt besseres Angebot. (Foto:Archiv)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Nach wochenlangem Stillstand bei den Tarifgesprächen für den Einzel- und Versandhandel setzt die Gewerkschaft Verdi ihre Arbeitskämpfe fort. Für diesen Freitag sind Beschäftigte aus Hessen aufgerufen, in Frankfurt für ihre Forderungen zu demonstrieren. Bei den bisherigen Protesten blieben die Auswirkungen für die Konsumenten gering. 

Verhandlungsführer Marcel Schäuble erklärt: «Ziel ist es, den Arbeitgebern nochmals deutlich zu machen, dass die Beschäftigten im Handel jetzt ein deutliches und spürbares Plus im Geldbeutel benötigen, damit sie ihre laufenden Kosten und ihr Leben finanzieren können. Reallohnverlust und Kaufkraftverlust sind nicht hinnehmbar.»

Verhandlungen stockten

In den vergangenen Wochen hatten die Arbeitgeber Verhandlungen in vier Bundesländern einseitig ausgesetzt. Ihr Vorwurf an die Gewerkschaft lautete, dass der Bundesvorstand eine in Baden-Württemberg erzielte Einigung unterlaufen habe. Verdi wies das strikt zurück. 

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

In Hessen mit rund 250.000 betroffenen Beschäftigten wird Schäuble zufolge am 24. August weiterverhandelt. Man erwarte aber bereits am 19. August ein deutlich verbessertes Angebot im Tarifgebiet Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Verdi fordert in Hessen Lohnerhöhungen um pauschal 250 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.