Auseinandersetzungen

Verletzte Polizisten bei Ausschreitungen bei Festival

Gießen (dpa/lhe) - Bei Ausschreitungen rund um das umstrittene Eritrea-Festival sind am Samstag mehrere Polizisten verletzt worden. Das sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur in Gießen. «Die Kollegen wurden massiv angegriffen, Steinewürfe, Flaschenwürfe, Rauchbomben», erklärte der Sprecher in Gießen.

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An unterschiedlichen Stellen in der Stadt haben sich laut dem Sprecher Gruppen mit potenziell gewalttätigen Personen aufgehalten, teils wurden diese auch festgehalten, so etwa vor den Gießener Hessenhallen als Veranstaltungsort des Festivals. «Das sind circa 80 Personen, die massiv Gewalt angewendet haben gegen Polizeibeamte und versucht haben, die Absperrung zu durchbrechen», sagte er.

Es werde geprüft, ob die Personen in Gewahrsam genommen werden, führte er weiter aus. In Betracht komme der Verdacht auf Körperverletzungsdelikte, Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung.

Aufgrund der dynamischen Lage seien über die mehr als 1000 Beamten hinaus, die bereits im Einsatz waren, weitere Polizisten nach Gießen gerufen worden, sagte der Sprecher. Es gehe um mehrere Hundert weitere Polizisten «aus allen hessischen Polizeipräsidien, die zusätzlich nach Gießen kommen, um hier für die Sicherheit vor Ort zu sorgen». Mit Lautsprechertrupps werde versucht, auf Personen einzuwirken, die an Absperrungen aufträten und möglicherweise versuchen wollten, diese zu durchbrechen. Auch ein Polizeihubschrauber und eine Drohne waren im Einsatz.

Bereits im vergangenen Jahr hatte es gewaltsame Ausschreitungen bei dem Festival gegeben. Kritiker sehen eine kritische Nähe zum eritreischen Regime, die gewaltbereiten Personen werden den Regimegegnern zugerechnet.