Jugendgericht

Versuchter Mord an Polizisten? Prozess vor dem Abschluss

Nach einer monatelangen Verhandlung endet der Prozess gegen zwei junge Männer. Sie sollen in der Silvesternacht Polizisten in Lebensgefahr gebracht haben.

Die Urteilsverkündung wird für diesen Freitag erwartet. (Symbolbild) Foto: David Young/dpa
Die Urteilsverkündung wird für diesen Freitag erwartet. (Symbolbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Zwei jungen Männern wird im Frankfurter Landgericht versuchter heimtückischer Mord an Polizisten vorgeworfen - nach über acht Monaten neigt sich der Prozess nun seinem Ende entgegen. Staatsanwaltschaft und Verteidiger sollen heute (9.30 Uhr) plädieren, die Urteilsverkündung wird für diesen Freitag erwartet. 

Der heute 18 Jahre alte Angeklagte soll in der Silvesternacht 2024 in Frankfurt von einer Brücke gezielt einen 30 Kilogramm schweren Elektroroller auf einen Streifenwagen geworfen und dabei den möglichen Tod der Polizisten in Kauf genommen haben. Das Auto wurde stark beschädigt, die darin sitzenden Polizisten erlitten leichte Verletzungen. 

Gruppe wirft Gegenstände

Der damals noch Jugendliche war in der Silvesternacht in einer Gruppe unterwegs gewesen, die weitere Gegenstände wie ein Fahrrad und Knallkörper von der Brücke geworfen haben soll. Eine Führungsrolle in dieser Gruppe soll der heute 20-jährige Angeklagte innegehabt haben, auch ihm wird unter anderem versuchter Mord vorgeworfen. 

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Nach einer aufwendigen Fahndung waren die Ermittler auf die Spur der beiden jungen Männer gekommen. Der 20-Jährige wurde im Februar 2025 festgenommen, der 18-Jährige einen Monat später. Seitdem sitzen sie in Untersuchungshaft. 

Sie müssen sich vor der großen Jugendstrafkammer unter anderem auch wegen des Vorwurfs der gefährlichen Körperverletzung und des besonders schweren Landfriedensbruchs verantworten. Der Prozess hatte im November 2025 begonnen und sollte ursprünglich drei Monate dauern.