Fußball

VfB vermeldet Bestmarken - Wohlgemuth-Zukunft bald geklärt?

Der VfB Stuttgart meldet zum zweiten Mal nacheinander Rekordzahlen und blickt optimistisch in die Zukunft. Wie sich das auf die Pläne mit Sportvorstand Wohlgemuth auswirkt, bleibt spannend.

VfB-Erfolgsduo: Fabian Wohlgemuth und Alexander Wehrle. (Archivbild) Foto: Bernd Weißbrod/dpa
VfB-Erfolgsduo: Fabian Wohlgemuth und Alexander Wehrle. (Archivbild)

Stuttgart (dpa) - Beim VfB Stuttgart herrscht Zuversicht: Alexander Wehrle verkündete Rekordzahlen, die Mannschaft wurde auf der Mitgliederversammlung mit stehenden Ovationen begrüßt - und auch die Zukunft von Sportvorstand Fabian Wohlgemuth soll «alsbald» geklärt sein. Präsident Dietmar Allgaier berichtete von «vertrauensvollen und zielführenden» Gesprächen. 

Wohlgemuth hatte maßgeblichen Anteil am sportlichen Aufschwung der vergangenen Jahre - gekrönt von der erneuten Qualifikation für die Champions League und dem DFB-Pokalsieg im vergangenen Jahr.

Während die Zukunft Wohlgemuths über 2027 hinaus noch nicht endgültig geklärt ist, präsentierte der Club erneut Bestmarken. Die VfB Stuttgart 1893 AG erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Gesamtertrag von 383,6 Millionen Euro und einen Gewinn nach Steuern von 22,5 Millionen Euro. Das Eigenkapital stieg bis zum 31. Dezember 2025 auf 83,4 Millionen Euro, wie Vorstandschef Wehrle bei der Mitgliederversammlung verkündete.

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

«Wachstum und Profitabilität gehen beim VfB Stuttgart Hand in Hand», sagte Wehrle. Nach seinen Angaben verzeichnete der Club den höchsten Zuschauerschnitt seiner Geschichte, verkaufte mit 156.500 Trikots so viele wie nie zuvor und legte auch im Sponsoring zu.

Mutterverein hat Baupläne

Auch der Mutterverein, der die Infrastruktur vorantreiben möchte und ein Club-Museum plant, schloss das Geschäftsjahr mit einem Plus ab. Präsident Allgaier berichtete von einem Gesamtertrag von 7,2 Millionen Euro und einem Jahresüberschuss von 1,4 Millionen Euro. Die Mitgliederzahl stieg auf 135.000. Für die Zukunft werde eine «schwarze Null» angestrebt, sagte Allgaier.

Die Mannschaft um Trainer Sebastian Hoeneß besuchte nach der Einheit am Sonntagvormittag die Porsche-Arena und wurde von den knapp 700 anwesenden Mitgliedern lautstark empfangen. 

Demirovic im Fokus 

Tags zuvor hatten die Schwaben ihr zweites Vorbereitungsspiel mit 5:0 beim FSV Hollenbach gewonnen. Noch nicht mit dabei waren die WM-Teilnehmer. Auch Ermedin Demirovic weilt nach dem Turnier in den USA, Kanada und Mexiko noch im Urlaub. Seine Zukunft beschäftigt den VfB abseits der Mitgliederversammlung.

Zuletzt häuften sich Medienberichte, wonach der Stürmer aus Bosnien-Herzegowina mit Fenerbahce Istanbul in Verbindung gebracht wurde. «Ich war irritiert und ehrlicherweise auch verärgert über das, was dort zum Teil diskutiert wurde», sagte Coach Hoeneß nach dem Test. «Mein Ziel ist es immer, die besten Spieler beim VfB zu haben und Medo ist einer unserer besten Spieler.» Wehrle erklärte vor den Mitgliedern aber auch, dass kein Spieler unverkäuflich sei.

Weiter bemühen sich die Stuttgarter um Dzenan Pejcinovic. Die Gespräche zwischen dem VfL Wolfsburg und dem VfB sollen nach «Kicker»-Informationen jedoch schleppend verlaufen. Beide Clubs liegen bei der Ablösesumme noch auseinander. Wohlgemuth dürfte damit auch unabhängig von seiner eigenen Vertragsfrage in den kommenden Tagen weiter intensiv gefordert sein.