Sommerliche Pfingsten

Vorsicht beim Anbaden - Was der DLRG rät

Sommerwetter an Pfingsten: Da zieht es viele ins Schwimmbad oder an den See. Was der DLRG zum Start der Badesaison rät - und warum Eltern ihre Verantwortung nicht am Eingang abgeben.

Der DLRG rät: Erst Abkühlen, dann ab ins kalte Wasser. (Symbolbild) Foto: Arne Dedert/dpa
Der DLRG rät: Erst Abkühlen, dann ab ins kalte Wasser. (Symbolbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Sonne, Temperaturen um die 30 Grad und dann ein Sprung ins kalte Wasser? Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mahnt zum Start der Badesaison zur Umsicht. 

«Natürlich freuen wir uns auf die neue Saison, aber diese Vorfreude wird ein bisschen dadurch getrübt, dass das Wasser noch so kalt ist», sagt Michael Hohmann, Präsident der DLRG Hessen. Denn: Wer ohne Abkühlung ins kalte Wasser springe, riskiere einen Kreislaufschock. Das sei alljährlich zum Start des Badewetters ein großes Thema. 

Der Sprung ins kalte Wasser kann lebensgefährlich sein

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Die Außentemperatur werde am Wochenende sehr warm oder gar heiß sein, «aber wir haben in vielen Badeseen eben noch Wassertemperaturen von 16 bis 18 Grad. Und wenn man einfach in Wasser springt, das übermäßig kalt ist, kann das tödlich ausgehen.» 

Im Langener Waldsee beispielsweise, dem größten Badesee im Rhein-Main-Gebiet, liegt die aktuelle Temperatur bei rund 16 Grad, im Königssee in Zellhausen (Kreis Offenbach) bei 18 Grad. Am Badesee Bensheim (Kreis Bergstraße) werden derzeit 17 Grad gemessen.

Insbesondere für Ältere könne der Sprung ins kühle Nass lebensbedrohlich sein. Aber auch junge und gesunde Menschen sollten achtsam sein. Und: Mit Alkohol im Blut steigt das Risiko laut DLRG zusätzlich.

Welche Sicherheitstipps hat der DLRG noch zum Saisonstart?

Generell rät der Experte, abgekühlt in Wasser zu gehen, an bewachten Badestellen zu schwimmen und nicht bei Gewitter zu baden. Zudem warnt Hohmann vor Übermut: «Die Statistik zeigt, dass es überwiegend Männer sind, die untergehen.» Die seien oftmals besonders übermütig und leichtsinnig.

Auch gelte es, auf andere zu achten - besonders für Eltern: «Wir sagen immer: Du bist die Aufsicht für Dein Kind. Man kann die Verantwortung nicht am Eingang des Freibades oder am Eingang zum Badesee abgeben.» Zudem sei der Beginn der Badesaison eine gute Gelegenheit, einfach mal wieder die Schwimmabzeichen zu wiederholen. 

2025 gab es mehr Badetote in Hessen

Laut DLRG starben 2025 in hessischen Gewässern 19 Menschen, 2024 waren es nur 12 gewesen. Deutschlandweit sank die Zahl der Badetoten den Angaben zufolge im Jahresvergleich um 18 auf 393.