Frankfurt am Main

Warnstreik bringt etwas längere Fahrzeiten

Autos fahren in stockendem Verkehr in Richtung der Frankfurter Innenstadt. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Autos fahren in stockendem Verkehr in Richtung der Frankfurter Innenstadt.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Der bundesweite Warnstreik hat laut einer Verkehrsdatenanalyse zu relativ moderaten Verzögerungen im morgendlichen Frankfurter Berufsverkehr geführt. Die durchschnittliche Fahrzeit für zehn Kilometer im Auto stieg gemessen an den drei vorangegangenen Montagen um knapp acht Prozent, ergab eine Auswertung des Verkehrsdatenspezialisten TomTom für die Deutsche Presse-Agentur. Die Zahl der Staus stieg demnach um gut die Hälfte auf zehn.

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Der Warnstreik der Gewerkschaften Verdi und EVG sorgte TomTom zufolge in nur wenigen deutschen Großstädten und Regionen für große Staus in der morgendlichen Rushhour. Lediglich in vier von 27 Städten lag am die durchschnittliche Fahrzeit um mehr als zehn Prozent höher als zuletzt, so die Analyse. Die stärksten Zuwächse bei der nötigen Fahrzeit ergaben sich in München mit 28 Prozent, Nürnberg mit 19 und Freiburg mit 18 Prozent. In einzelnen Städten gab es Abweichungen nach unten gemessen an vorhergegangenen Montagen.

«Zu teils langen Staus und großen Zeitverlusten kam es überall dort, wo zum Streik noch schlechtes Wetter hinzugekommen ist», sagte Ralf-Peter Schäfer von TomTom. Die Zahlen zeigten, wie hoch das Potenzial von Homeoffice und gut geplanter Mobilität sei. «Trotz der massiven Einschränkungen ist es in den meisten Städten nicht zum befürchteten Verkehrsinfarkt gekommen, weil Autofahrerinnen und Autofahrer ihre Fahrten bewusst geplant und auf unnötige Fahrten verzichtet haben» oder diese verschoben hätten.