Warum die Gefahr von Waldbränden wieder sinkt
Tagelang wurde vor Waldbränden gewarnt. Einige Kommunen dachten bereits über Verbote nach. Warum entspannt sich die Waldbrandlage nun trotz des trockenen Aprils?
Stuttgart (dpa/lsw) - Aufatmen nach der tagelangen Waldbrandgefahr: Nachdem der zu trockene April das Risiko zuletzt verschärft hatte, entspannt sich die Lage in den kommenden Tagen stark. Spätestens mit den erwarteten Schauern am Mittwoch erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seinem Gefahrenindex einen Rückgang auf die niedrigste Stufe (sehr geringe Gefahr).
Am Sonntag hatte dieser Index noch an fast jeder zweiten der rund 60 Stationen die zweithöchste Kategorie erreicht, wie aus DWD-Daten hervorgeht. Es bestand also eine hohe Gefahr, dass ein Brand ausbrechen kann. Abgesehen von mehreren kleinen Flächenbränden meldete die Polizei in den vergangenen Tagen aber keine größeren Zwischenfälle.
Schauer im Anmarsch
In den kommenden Tagen sollen häufiger Schauer, Gewitter und deutlich kühlere Luft in die Region ziehen. Nach erstem Regen am Dienstag wird für Mittwoch mit wiederholten Schauern und Gewittern gerechnet. Auch die Temperaturen gehen zurück.
Der Waldbrandgefahrenindex des DWD reicht von Stufe 1 (sehr geringe Gefahr) bis Stufe 5 (sehr hohe Gefahr). In die Bewertung fließen unter anderem Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und Niederschlag ein. Experten zufolge sind Waldbrände aber vor allem menschengemacht – etwa durch achtlos weggeworfene Zigaretten, das Entzünden von Lagerfeuern oder auch mutwillig.