Weiße Flecken auf der Karte

Warum es in Hessen noch recht viele Funklöcher gibt

Kein Netz - das ist in manchen Ecken Hessens noch immer Realität. Weshalb das Bundesland in Sachen Mobilfunk recht weit hinten liegt.

In Nationalparks wie dem Kellerwald ist der Mobilfunk-Ausbau laut Ministerium besonders aufwendig (Symbolbild) Foto: Uwe Zucchi/dpa
In Nationalparks wie dem Kellerwald ist der Mobilfunk-Ausbau laut Ministerium besonders aufwendig (Symbolbild)

Frankfurt/Wiesbaden (dpa/lhe) - Hessen belegt bei der Mobilfunk-Abdeckung im bundesweiten Vergleich einen der hinteren Plätze. Laut dem Gigabit-Grundbuch der Bundesnetzagentur steht das Bundesland bei der Angabe der weißen Flecken - also Flächen ohne 4G-Mobilfunkempfang - auf dem 13. Rang vor Bayern, Thüringen und Rheinland-Pfalz, wie das Digitalministerium in Wiesbaden mitteilte.

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Warum ist das so? 

In Hessen ist der Mobilfunkausbau besonders anspruchsvoll, da mehr als 40 Prozent der Landesfläche aus Wald bestehen, wie das Ministerium erklärte. Ähnlich sei es bei anderen waldreichen Bundesländern. «Dichte Wälder, Höhenlagen und Täler erschweren die Signalübertragung.»

Wo sind die meisten weißen Flecken in Hessen?

Nach Daten des Ministeriums liegen knapp 90 Prozent der weißen Flecken in Waldgebieten. Also beispielsweise im Rheingaugebirge, im südhessischen Odenwald, im Büdinger Wald oder im Stölzinger Gebirge. Und besonders in Nationalparks wie im Kellerwald – also dort, wo der Ausbau besonders aufwendig ist und hohe naturschutzrechtliche Auflagen gelten. «Das macht den Mobilfunkausbau deutlich aufwendiger als in flachen oder urbanen Regionen», heißt es.

Besonders gut ist die Netzversorgung dagegen in der Metropolregion Rhein-Main, also in Städten wie Wiesbaden, Frankfurt, Offenbach oder Darmstadt.