Nach der Landtagswahl

Warum Özdemir noch kein Brezel-Tattoo hat

Brezel-Tattoos als Zeichen des Wahlkampf-Erfolgs: Warum der Grünen-Spitzenkandidat am Ende doch verzichtete. Und wie das bei seinen Mitarbeitern ankommt.

Grüne-Wahlkampfhelfer haben sich Brezel-Tattoos stechen lassen. Foto: Bernd Weißbrod/dpa
Grüne-Wahlkampfhelfer haben sich Brezel-Tattoos stechen lassen.

Stuttgart (dpa) - Anders als manch Wahlkampfhelfer der Grünen ist Wahlsieger Cem Özdemir noch ohne Brezel-Tattoo. «Ich dachte ja am Anfang, das ist ein Scherz», sagte der Grünen-Politiker in Stuttgart. Mehrere Wahlkämpfer hatten sich auf der Wahlparty am Sonntag Tattoos in Form einer Brezel stechen lassen - das war eine Verabredung für den Fall, dass der Wahlkampf erfolgreich ende.

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«Ich stand kurz davor, da holte mich aber auch eine Vorfestlegung ein», sagte Özdemir. Er habe bei einer Wahlkampfveranstaltung mal zum Thema Tattoos gesagt, auf einen Ferrari mache man auch keinen Aufkleber. «Das ist immer blöd, wenn man als Politiker Zeugs sagt, das einen einholen kann», sagte der 60-Jährige. «Von daher habe ich dann gekämpft und habe es nicht gemacht.»

Die Maschine sei aber noch da, verriet Özdemir vor Journalisten. «Und es gibt immer noch Mitarbeiter von mir, die sagen, es sei unsolidarisch von mir, dass ich mir kein Tattoo mit einer Brezel gemacht hab'. Ich halt' Sie auf dem Laufenden»