Was bei Hitze mit Fahrbahnen geschieht
Die Straßenbeläge Beton oder Asphalt reagieren unterschiedlich auf hohe Temperaturen. Wie Schäden genau entstehen.
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Welche Schäden Hitze an Straßen anrichtet, ist abhängig von deren Verkehrsbelastung und Belag. Beton dehne sich bei Hitze aus, erläutert die Autobahn GmbH, die im Auftrag des Bundes die deutschen Autobahnen verwaltet. Wenn sich der Beton nicht mehr seitlich ausbreiten könne, entlade sich die Spannung nach oben.
Vor allem bei älteren, stark beanspruchten und bereits beschädigten Autobahnen könne es zu diesen «Blow-ups» kommen, Aufwölbungen der Fahrbahnplatten. Die Wahrscheinlichkeit dafür steige ab etwa 30 Grad. Würden Betonautobahnen nach dem aktuellen Stand der Technik gebaut, sei dies dagegen unwahrscheinlich. Neuere Betonfahrbahnplatten seien deutlich dicker: Bei diesen komme es nicht zu «Blow-ups», heißt es von der Autobahn GmbH.
Bei Straßen aus Asphalt besteht den Angaben zufolge die Gefahr von Verformungen. Das Problem sei dabei das Bindemittel Bitumen: Wenn es durch zu hohe Temperaturen zu stark erhitzt werde, könne es aufweichen. In Kombination mit starken Belastungen könnten sich so etwa Spurrinnen auf den Straßen bilden. Diese könnten in seltenen Fällen dazu führen, dass der Asphalt weniger griffig sei, und bei Regen das Risiko für Aquaplaning erhöhen.