Nachhaltigkeit

Weihnachtsstern muss nicht nach einer Saison in den Biomüll

Viele Weihnachtssterne werden nach wenigen Wochen weggeworfen. Das muss nicht sein, sagen Experten. Beim erfolgreichen Übersommern kann auch ein übergestülpter Karton helfen.

Nach dem Fest müssen Weihnachtssterne nicht entsorgt werden, man kann sie an einem hellen und warmen Standort übersommern (Archivbild). Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa/dpa-tmn
Nach dem Fest müssen Weihnachtssterne nicht entsorgt werden, man kann sie an einem hellen und warmen Standort übersommern (Archivbild).

Kassel (dpa/lhe) - Weihnachtssterne können nach dem Rat von Experten mit etwas Geschick über den Sommer gebracht werden und über mehrere Jahre als Feiertagsschmuck dienen. Der Aufwand lohne sich im Sinne der Nachhaltigkeit und als Zeichen gegen die Wegwerfmentalität, teilte der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) in Kassel mit. 

«Leider landen nahezu alle der farbenfrohen Pflanzen nach wenigen Wochen in der Biotonne, weil sie scheinbar eingehen. Dabei steckt in ihnen oft mehr Leben, als man denkt», erläuterte Gartenbau-Fachmann Sebastian Bartsch. Weihnachtssterne (Euphorbia pulcherrima) sind mehrjährige Pflanzen. An ihren natürlichen Standorten wie etwa in Mittelamerika können sie zu 
Sträuchern heranwachsen.

Weihnachtssterne sollten in der Wohnung an einem hellen Platz stehen. Nach den Eisheiligen kann die Pflanze ins Freie. «Damit der Weihnachtsstern dann pünktlich zur Adventszeit wieder blüht, darf er ab der Tag-Nacht-Gleiche um den 23. September maximal zwölf Stunden dem Licht ausgesetzt sein», rät der Experte. Schon das diffuse Licht eines Fernsehers könne die 
Blütenbildung stören. Der Versuchsingenieur rät, nachts einen Karton 
überzustülpen. Erfolgreich übersommerte Pflanzen können nach zwei Jahren schon rund 1,5 Meter groß werden.

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