Weltkriegsbombe bei US-Heereszentrale für Europa entschärft
Eine alte Fliegerbombe wurde bei Wiesbaden entdeckt. Nun ist sie unschädlich gemacht. Evakuierung und Sperrungen wurden aufgehoben.
Wiesbaden (dpa) - Ein 500-Kilo-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg ist bei Wiesbaden nahe dem Hauptquartier des US-Heeres für Europa und Afrika unschädlich gemacht worden. Die Entschärfung erfolgte nach Angaben der Stadt gegen Mittag.
Für den Einsatz war ein Bereich im Umkreis von 700 Metern vorübergehend evakuiert worden. Betroffen waren auch wichtige Verkehrswege wie die Bahnstrecke Wiesbaden–Köln und die A66 zwischen Erbenheim und Nordenstadt. Zudem kam es zu Einschränkungen im Busverkehr. Rund 50 Anwohner mussten am Morgen ihre Häuser verlassen und konnten nach der Entschärfung zurückkehren.
Wichtiger Militärstandort
Die amerikanische Fliegerbombe war am Dienstagnachmittag bei Sondierungsarbeiten an der Zufahrt der Bundesstraße 455 zur Lucius D. Clay Kaserne in Wiesbaden-Erbenheim gefunden worden. Der Blindgänger wurde den Angaben nach gesichert und bis zur Entschärfung bewacht. Ein Krisenstab koordinierte die Maßnahmen.
Die Lucius D. Clay Kaserne beherbergt mit dem Hauptquartier des US-Heeres für Europa und Afrika eine wichtige Schaltzentrale für die Nato.