Migration

Weniger Geflüchtete - Unterkunft wird nicht eröffnet

Buseck (dpa/lhe) - Eine Flüchtlingsunterkunft in Buseck im Landkreis Gießen wird entgegen der ursprünglichen Pläne nicht eröffnet. Zwischenzeitlich kämen deutlich weniger schutzsuchende Menschen in den Landkreis, als noch im vergangenen Herbst erwartet, teilte der Kreis am Mittwoch mit. Die Einrichtung auf dem Gelände der Johanniter-Unfall-Hilfe sei daher nach derzeitigem Stand nicht mehr erforderlich.

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Ursprünglich sei für die temporäre Unterkunft eine Belegung mit 120 Menschen für diesen Winter vorgesehen gewesen. Die Planungen dafür hätten im Herbst angesichts einer seinerzeit stark gestiegenen Zahl geflüchteter Menschen begonnen, die dem Landkreis vom Land zugewiesen wurden.

Seinerzeit sei man davon ausgegangen, dass wöchentlich 68 Menschen in den Landkreis kämen. Nunmehr gehe man von 34 Menschen pro Woche aus. «Diese können wir direkt auf freie Plätze in den bestehenden Gemeinschafts- und Übergangseinrichtungen des Landkreises verteilen», erklärte der Sozialdezernent des Kreises, Frank Ide. Parallel akquiriere man weitere Unterkünfte. Die Johanniter-Unfall-Hilfe biete zudem dennoch eine Nutzung des Grundstücks samt der Halle an, falls diese zu einem späteren Zeitpunkt gebraucht werde.