Weniger Kaufverträge bei gestiegenen Immobilienpreisen
Wiesbaden (dpa/lhe) - Die Energiekrise, gestiegene Bauzinsen sowie hohe Baukosten haben im vergangenen Jahr deutliche Bremsspuren auf dem hessischen Immobilienmarkt hinterlassen. Nach Angaben der Zentralen Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte des Landes Hessen (ZGGH) wurden rund 57.000 Kaufverträge für bebaute und unbebaute Grundstücke sowie Eigentumswohnungen abgeschlossen, das waren etwa 14.000 Verträge weniger als im Jahr 2021.
Besonders sanken nach den Angaben vom Dienstag die Verkäufe von Wohneigentum in Südhessen. Dort wechselten etwa 14.700 Eigentumswohnungen den Besitzer - rund 5800 weniger als ein Jahr zuvor. In Nordhessen spielten Eigentumswohnungen dagegen eine eher untergeordnete Rolle, hieß es.
Die Preise für Wohnungen und Häuser stiegen auch im vergangenen Jahr. Ein durchschnittliches gebrauchtes Einfamilienhaus kostete im Schnitt 500.000 Euro. 2021 waren es noch 480.000 Euro. Eine zwanzig Jahre alte Eigentumswohnung mit einer Wohnfläche von 80 Quadratmetern wechselte für durchschnittlich 2840 Euro pro Quadratmeter die Besitzerin oder den Besitzer. Ein Jahr zuvor lag der Preis im Schnitt bei 2670 Euro pro Quadratmeter.
Die Auswertungen basieren auf den von den regionalen Gutachterausschüssen erfassten und ausgewerteten Kaufverträgen des Jahres 2022.