Weinbauverband informiert

Wo die Lese für den Federweißen im Südwesten begonnen hat

Federweißer gilt als Vorbote eines neuen Weinjahrgangs. In Baden-Württemberg hat nun die Lese begonnen - früher als im Vorjahr. Wann kommt er bei Verbraucherinnen und Verbrauchern an?

Verband: Lese für den Federweißen in Baden begonnen. (Archivbild) Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
Verband: Lese für den Federweißen in Baden begonnen. (Archivbild)

Staufen im Breisgau (dpa/lsw) - In Baden-Württemberg hat die Lese für den Federweißen Verbandsangaben zufolge begonnen. In Staufen-Wettelbrunn (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald), südlich von Freiburg im Markgräflerland, habe am Montag die erste Federweißer-Lese in Baden begonnen, teilte der Geschäftsführer des Badischen Weinbauverbands aus Freiburg, Holger Klein, mit.

Beim Weingut Löffler seien gegen 8.30 Uhr die ersten Solaris-Trauben geerntet worden. Damit habe die Lese acht Tage früher begonnen als im vergangenen Jahr. Die warmen Witterungsbedingungen der vergangenen Wochen hätten zu einer frühen Reifeentwicklung geführt. Die Trockenheit habe dazu geführt, dass die Beeren kleiner ausgefallen sind, allerdings schätze das Weingut die Qualität der Trauben als sehr gut ein. Der erste Federweißer des Jahrgangs 2026 werde bereits ab Ende dieser Woche erhältlich sein, so Klein.

Federweißer, auch Neuer Wein genannt, werde in Baden vielerorts bereits Mitte August gelesen, teilte Klein mit. Die Hauptlese beginne dann voraussichtlich in der letzten August- oder in der ersten Septemberwoche.

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Wann folgt die Ernte in Württemberg?

Der Weinbauverband Württemberg teilte mit, dass rund um den 25. August mit einem Erntebeginn für den Neuen Wein zu rechnen sei. Ab Anfang September dürften sich im gesamten Weinbaugebiet Württemberg Verbraucherinnen und Verbraucher auf regional produzierten Federweißen freuen, teilte Geschäftsführer Hermann Morast mit. 

Der Federweißer ist ein Mittelding zwischen Traubensaft und fertigem Wein. Der aus den geernteten Trauben gewonnene Saft wird mit Hefe versetzt, beginnt zu gären und wird dann abgefüllt, bevor die Gärung wie beim eigentlichen Wein abgeschlossen ist. In den Flaschen gärt er weiter vor sich hin. Der Alkoholgehalt des «Teilweise gegorenen Traubenmostes», wie der Federweißer weinrechtlich korrekt genannt wird, liegt zwischen 4 und etwa 11 Prozent.