Zug entgleist im Stuttgarter Hauptbahnhof bei Rangierfahrt
Stuttgarts Kopfbahnhof muss wegen der Hängepartie um Stuttgart21 noch Jahre in Betrieb bleiben. Ein entgleister Zug blockiert nun einige Gleise. Was bedeutet das?
Stuttgart (dpa/lsw) - Bei einer Rangierfahrt ohne Passagiere ist ein Zug im Stuttgarter Hauptbahnhof entgleist. Das Drehgestell eines Flixtrains sprang aus dem Gleis. Der Vorfall ereignete sich gegen 8.30 Uhr, wie eine Flixtrain-Sprecherin sagte. Derzeit könnten die Gleise acht bis elf aus Süden und dem Stadtteil Bad Cannstatt kommend nicht genutzt werden, erklärte eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Da Züge auf andere Bahnsteige umgeleitet werden müssen, komme es zu Verspätungen im Regional- und Fernverkehr.
Der Zug müsse nun wieder aufgegleist werden; das könne bis zum Nachmittag dauern, so die Deutsche Bahn. Zugeinfahrten aus Richtung Norden und dem Bahnhof Feuerbach seien derzeit von Einschränkungen nicht betroffen. Die Ursachen werden von Flixtrain gemeinsam mit der DB InfraGo untersucht, wie die Flixtrain-Sprecherin sagte. Zwei Flixtrain-Fahrten auf den Strecken Stuttgart nach Hamburg und Hamburg nach Berlin fallen am Freitag aus.
Der Stuttgarter Kopfbahnhof verfügt über 16 Gleise. Insbesondere die Infrastruktur von Gleisen, Weichen und Stellwerktechnik gilt seit Jahren als marode. Deswegen kommt es dort immer wieder zu Problemen. Wegen der Verspätung beim Milliardenprojekt Stuttgart 21, das unter anderem einen Tiefbahnhof vorsieht, muss der Kopfbahnhof nach jetzigen Planungen noch mindestens bis Mitte 2032 in Betrieb bleiben.