Zwei aus Hessen geförderte Filme beim Filmfestival in Cannes
Eine internationale Koproduktion sowie ein Debütfilm einer hessischen Regisseurin: Zwei Filme mit hessischer Förderung präsentieren sich auf internationaler Bühne.
Frankfurt/Cannes (dpa/lhe) - Bei den 79. Internationalen Filmfestspielen in Cannes sind auch zwei aus Hessen geförderte Filme vertreten. Pawel Pawlikowskis Spielfilm «Vaterland» läuft dabei im Wettbewerb, Katharina Rivilis’ Debütfilm «I’ll Be Gone in June» wird in der Sektion «Un Certain Regard» gezeigt, teilte die Hessische Film- und Fernsehförderung «Hessen Film & Medien» mit.
Der Spielfilm «Vaterland» entstand demnach als internationale Koproduktion und wurde in Polen, Deutschland und Italien gedreht. Im Zentrum steht die Beziehung des Schriftstellers Thomas Mann zu seiner Tochter und spielt in Frankfurt und Weimar im politisch zerrissenen Nachkriegsdeutschland. Dabei entfaltet sich eine persönliche Geschichte über Familie, Kunst und Zugehörigkeit.
Der Debütfilm «I’ll Be Gone in June» von Katharina Rivilis, einer jungen Regisseurin aus Hessen, erzählt von der 16-jährigen Austauschschülerin Franny, die im Sommer 2001 in einer Kleinstadt in New Mexico auf der Suche nach Freiheit und Zugehörigkeit ist.
Internationale Kooperation und gezielte Nachwuchsförderung
Beide Filme wurden von der Hessischen Film- und Fernsehförderung «Hessen Film & Medien» unterstützt. «Erstmals ist ein geförderter Film im Wettbewerb von Cannes vertreten, ein weiterer Film feiert dort Premiere», sagt Kunst und Kulturminister Timon Gremmels (SPD).
Das sei das Ergebnis einer klaren Strategie. «Wir investieren konsequent in Talente, ermöglichen künstlerischen Mut und setzen gezielt auf internationale Koproduktionen. So baut Hessen seine Rolle als Filmstandort weiter aus – mit einer Förderung, die kreative Exzellenz ermöglicht, Qualität sichert und für internationale Aufmerksamkeit sorgt», so Gremmels.