Laudenbach

Alle Straßenlaternen auf LED-Technik umstellen

Laudenbach möchte schneller die alte Straßenbeleuchtung austauschen. Dies soll ein privater Energiedienstleister erledigen. Die Entscheidung fällt am Montag.

Laudenbach möchte alle Straßenlaternen auf LED-Technik umstellen. Dies soll ein privater Energiedienstleister übernehmen. Foto: Philipp Reimer
Laudenbach möchte alle Straßenlaternen auf LED-Technik umstellen. Dies soll ein privater Energiedienstleister übernehmen.

Die Gemeinde Laudenbach hat bereits ein Drittel ihrer Straßenlampen auf LED umgestellt. Dadurch wurde der Stromverbrauch von 246 000 Kilowattstunden auf 228 000 gesenkt. Da die Kommune von weiter steigenden Stromkosten ausgeht und einen weiteren Beitrag zum Umweltschutz leisten will, sollen auch die restlichen 650 Lampen auf LED-Technik umgestellt werden. Auf diese Weise könnten bis zu 70 Prozent des zurzeit benötigten Stroms auf einmal eingespart werden.

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Privatunternehmen ist schneller

Zur Realisierung schlägt die Verwaltung einen Contractor (Auftragnehmer beziehungsweise Energiedienstleister) vor. Der Laudenbacher Gemeinderat entscheidet am Montag über dieses Modell.

Der Vorteil für die Gemeinde liegt auf der Hand. Zunächst schont sie ihren eigenen Geldbeutel, denn für die Umstellung auf LED-Technik müsste die Kommune rund 450 000 Euro an Eigenmitteln aufbringen. Durch die zu erwartende Energieeinsparung würde sich die Maßnahme je nach Strompreis erst nach fünf bis sieben Jahren amortisieren. Laudenbach könnte zwar Förderanträge stellen, bis die jedoch bewilligt sind, könnte es zwölf Monate dauern. Vergibt die Gemeinde den Auftrag an einen Energiedienstleister, würde allles schneller gehen. Es gibt noch einen weiteren Vorteil für die Kommune. Während der Laufzeit kümmert sich der Auftragnehmer um die Unterhaltung. Die Vertragslaufzeit liegt in der Regel bei acht bis zehn Jahren. In dieser Zeit wird dem Contractor eine monatliche Rate in Höhe der zu erwartenden Energieeinsparung gezahlt und so die Kosten für die Sanierung der Leuchten aufseiten des Contractors refinanziert. Nach Ende der Vertragslaufzeit verbleiben die Einsparungen zu 100 Prozent bei der Kommune.

Um eine entsprechende Ausschreibung vorzubereiten, liegt der Laudenbacher Verwaltung ein Angebot der KliBA vor. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 42 000 Euro. Diese Mittel stehen im Haushalt für die Unterhaltung der Straßenbeleuchtung (50 000 Euro) in diesem Jahr bereit. 20 Prozent der Kosten werden im Laufe des Projekts als Förderung vom Land Baden-Württemberg zurückgezahlt. KliBA-Geschäftsführer Dr. Klaus Keßler wird am Montag in die Sitzung kommen, um weitere Fragen zu beantworten.

Sanierung Bergstraßenhalle

Die Gemeinde Laudenbach möchte die Bergstraßenhalle sanieren. Hierzu will die Kommune einen Antrag auf Förderung aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ stellen.

Für die Sanierung der Bergstraßenhalle will die Gemeinde Geld aus dem Bundesprogramm beantragen. Foto: Thomas Rittelmann
Für die Sanierung der Bergstraßenhalle will die Gemeinde Geld aus dem Bundesprogramm beantragen.

Die Projekte müssen von den Kommunen mitfinanziert werden. Der Bund beteiligt sich mit bis zu 45 Prozent, geht aus den Sitzungsunterlagen hervor. Der Eigenanteil der Gemeinde würde 55 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben betragen; bei Vorliegen einer Haushaltsnotlage kann sich der kommunale Eigenanteil auf 25 Prozent reduzieren. Diese Notlage ist von der zuständigen Aufsichtsbehörde zu bestätigen. Vor diesem Hintergrund beabsichtigt Laudenbach, einen Förderantrag für die Sanierungsarbeiten an der Bergstraßenhalle zu stellen. Hierfür ist der Beschluss zur Durchführung mit Erklärung der Kostenübertragung durch die Gemeinde zu fassen. Um für die Antragstellung aktuelle Werte zu erhalten, werden die Kosten derzeit durch das beauftragte Planungsbüro Kopp und Sättele aus Großsachsen geschätzt. Die Höhe der Kosten werden in der Gemeinderatssitzung am Montag präsentiert. Der Förderantrag muss beim Bund bis zum 15. September digital eingereicht werden.

Ferner entscheidet das Gremium über einen freiwilligen Zuschuss der Laudenbacher Tagespflegepersonen über jährlich 600 Euro für jede in Laudenbach gemeldete Tagespflegeperson sowie einen variablen Zuschuss für jedes zum Stichtag 1. März eines Jahres angemeldete Kind über 30 Euro. Die Gemeinde sieht in der Bezuschussung der Kindertagespflege eine sinnvolle Ergänzung des Betreuungsangebots sowie ein Anreizsystem für weitere Tagespflegepersonen. Seit Juli 2023 gibt es in Laudenbach noch zwei Tagespflegepersonen (TPP) mit gültiger Pflegeerlaubnis.

20 000 Euro für Kirche

Der Gemeinderat entscheidet ferner über einen Zuschuss an die evangelische Kirchengemeinde. Das Geld soll für die Innenrenovierung der Martin-Luther-Kirche verwendet werden. Die Maßnahme ist mit 530 000 Euro veranschlagt, wovon 20 Prozent aus Eigenmitteln der Kirchengemeinde zu finanzieren sind (106 000 Euro). Der Zuschuss der politischen Gemeinde würde 20 000 Euro hoch sein.

Außerdem soll der sachkundige Einwohner Thorsten Bangert aus dem Land- und Forstwirtschaftsausschuss und dem Technischen Ausschuss verabschiedet werden. Zu Beginn der Gemeinderatssitzung haben üblicherweise die Einwohner das Wort. Und am Ende besteht die Möglichkeit zu Bekanntgaben und Anfragen.

Vor dem Gemeinderat tagt der Technische Ausschuss. Hier stehen drei Bauanträge auf der Tagesordnung. Diese betreffen den Neubau eines Einfamilienwohnhauses in Fertigbauweise in der Kirchstraße 23, die Errichtung einer Scheune zum Unterstellen von Maschinen und Fahrzeugen in der Kirchstraße 27 sowie die Errichtung eines Anbaus an das Bestandsgebäude in der Hauptstraße 105.

Der Technische Ausschuss tagt am Montag, 11. September, um 18.30 Uhr im Bürgersaal des Rathauses, Untere Straße 2; der Gemeinderat kommt um 19 Uhr im Bürgersaal des Rathauses zusammen.

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