Hirschberg

Hirschberg plant Fahrradabstellanlage am Bahnhof

Der Gemeinderat entscheidet am Dienstag über das Projekt. Unsicherheit herrscht beim Bundeszuschuss.

Um Pendler zum Umstieg aufs Rad zu bewegen, soll am DB-Bahnhof Heddesheim/Hirschberg eine Fahrradabstellanlage errichtet werden. Foto: Thomas Rittelmann
Um Pendler zum Umstieg aufs Rad zu bewegen, soll am DB-Bahnhof Heddesheim/Hirschberg eine Fahrradabstellanlage errichtet werden.

Die Gemeinde Hirschberg möchte das Radfahren für Pendler attraktiver gestalten und den Umstieg aufs Fahrrad erleichtern. Zudem kann durch den Ausbau der klimafreundlichen Mobilität der Autoverkehr verringert und dadurch ein Beitrag zur Verringerung der Treibhausgase erreicht werden.

Zu diesem Zweck soll am DB-Bahnhof Heddesheim/Hirschberg in der Lobdengaustraße eine Fahrradabstellanlage für mindestens 20 Räder entstehen. Darüber entscheidet der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung in diesem Jahr. Der Plan des Ingenieurbüros Erich Schulz sieht am westlichen Eingang entlang des Geh-/Radweges Richtung Gewerbepark Hirschberg in der öffentlichen Grünfläche die Abstellanlage vor. Unter der Brücke und entlang der Straße entsteht ein 1,50 Meter breiter Gehweg, der mit roten Betonsteinen gepflastert wird. Um zu der 130 Quadratmeter großen Fläche für die überdachten Parkständer zu gelangen, wird ein Fußgängerüberweg angelegt. Straßenbeleuchtungen unter der Brücke und am Übergang sollen für Sicherheit sorgen. Auf der Fläche sollen neben der Fahrradabstellanlage acht Fahrradboxen aufgestellt werden. Der Zugang könnte über Schlüssel, Transponder oder Code erfolgen. Auch Ladesäulen für E-Bikes sind vorgesehen. Mit Tiefbauarbeiten, Fahrradabstellanlage und -boxen kommt die Maßnahme auf 189 000 Euro. Die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Parkständer ist allerdings nicht in den Kosten inbegriffen. Da für die Maßnahme ein Bauantrag gestellt werden muss und die Gemeinde den Förderbescheid abwarten will, erfolgt die Umsetzung erst im Jahr 2024. So der Plan.

Es könnte jedoch Probleme geben. Für die Errichtung von Fahrradabstellanlagen werden Kommunen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Rahmen der „Bike+Ride-Offensive“ gefördert. Der Zuschuss beträgt derzeit 70 Prozent der förderfähigen Gesamtausgaben. Das Land unterstützt Investitionen in die Infrastruktur zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse, der Luftsituation sowie des Lärmschutzes mit bis zu 90 Prozent. Inwieweit aber diese Förderquoten auch im nächsten Jahr bestehen bleiben, lässt sich bei der aktuell schwierigen Lage um den Bundeshaushalt nicht sagen, schreibt die Verwaltung dazu. Daher kann sie auch keine genauen Angaben dazu machen, wie hoch am Ende die eigene Investition liegen wird. Im Haushalt 2024 wird mit einem Förderbetrag von 70 Prozent kalkuliert. Sollten diese komplett ausfallen, sollte in den kommunalen Gremien über die Durchführung der Maßnahme nochmals beraten werden, so der Vorschlag der Verwaltung.

Zuschüsse für VHS und MS

Der Hirschberger Gemeinderat entscheidet ferner über eine neue Zuschussvereinbarung für Volkshochschule (VHS) und Musikschule (MS) im nächsten Jahr. Für die VHS sind 61 000 (2023: 55 000 Euro) an Vorauszahlungen zu entrichten. Bei der Musikschule liegt die Vorauszahlung bei 30 000 Euro (2023: 23 000 Euro). Die Verlängerung des Stromliefervertrags mit den Stadtwerken Viernheim sowie Bekanntgaben, Anfragen und Anträge sind weitere Punkte auf der Tagesordnung. Zu Beginn der Sitzung haben üblicherweise Bürger bei der Einwohnerfragestunde das Wort.

Hirschberg, Gemeinderat, Dienstag, 19. Dezember, 18.30 Uhr, Bürgersaal des Rathauses, Großsachsener Straße 14