Weinheim

Die Hectors sind jetzt Ehrenmitglieder der Lebenshilfe

Der rührige Verein dankt dem Ehepaar mit dieser außergewöhnlichen Ehrung für sein Engagement. Warum Josephine Hector weiß, dass das Geld der Stiftung in Weinheim gut aufgehoben ist.

Mareike Merseburger vom Vorstand der Weinheimer Lebenshilfe zeichnete Josephine Hector und Dr. h.c. Hans-Werner Hector (von links) mit der Ehrenmitgliedschaft aus. Foto: Philipp Reimer Fotografie
Mareike Merseburger vom Vorstand der Weinheimer Lebenshilfe zeichnete Josephine Hector und Dr. h.c. Hans-Werner Hector (von links) mit der Ehrenmitgliedschaft aus.

Es ist das Herzblut, das die Weinheimer Lebenshilfe mit dem Ehepaar Hector verbindet. Die Leidenschaft für die gute Sache und für Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind. Josephine Hector und Dr. h.c. Hans-Werner Hector unterstützen die Lebenshilfe seit Jahrzehnten durch ihre Stiftung. Jetzt wurde dem Paar als kleines Zeichen des Dankes die Ehrenmitgliedschaft verliehen – eine Ehre, die zuvor noch niemandem zuteilwurde. Lediglich die verdiente langjährige Vorsitzende Renate Schnelle trägt den Titel der Ehrenvorsitzenden.

Eine „logische Konsequenz“

Als „logische Konsequenz“ bezeichnete Mareike Merseburger vom Vorstand der Lebenshilfe die Ehrung des Ehepaars Hector, die bewusst nicht ins Jubiläumsjahr 2023 zum 60. Geburtstag des Vereins gelegt worden war. Man wollte eine separate Würdigung der Gönner. Dass die jetzt im Hector-Saal des Hauses der Begegnung stattfand, war bezeichnend. Denn ohne die finanzielle Hilfe der Stiftung hätte der Standort der Lebenshilfe in der Weinheimer Moltkestraße niemals realisiert werden können. 1,2 Millionen Euro flossen bis zur Einweihung im März 2007 durch die Stiftung in den Bau. Und auch in den zurückliegenden 17 Jahren half die Hector Stiftung immer wieder durch großzügige Spenden. So konnte zum Beispiel der Fuhrpark aufgestockt und der Garten erweitert werden. Zur Verdeutlichung zeigte Geschäftsführer Oliver Andres Bilder der Projekte und dankte den Hectors. Und auch Mareike Merseburger bekräftigte: „Nur durch diese dauerhafte Unterstützung können wir Menschen mit Beeinträchtigungen die Teilhaben am Leben ermöglichen.“

Seit 1963 begleiten und unterstützen die Mitarbeiter der Lebenshilfe Menschen mit Beeinträchtigungen jeden Alters und bieten ein umfangreiches Angebot vom Fahrdienst über Offene Hilfen bis hin zur Inklusionsassistenz an. Sie sind Ansprechpartner im Alltag, fördern und bieten Hilfe zur Selbsthilfe, sorgen für barrierefreie Beförderung und ganz viel Ausgleich und Abenteuer. Weitere Angebote sind professionelle Assistenz, Beratung, Betreuung und Pflege, um die Lebensqualität zu verbessern.

Einzigartig besser als perfekt

„Einzigartig ist besser als perfekt“ lautet das Motto eines Imagefilms, der im Rahmen des Jubiläumsjahres gedreht wurde und der in Wort und Bild deutlich macht: Die Mitarbeiter brennen für ihre Arbeit. Das spürten auch Josephine und Hans-Werner Hector bei der Vorführung. „Hier ist das Geld gut aufgehoben“, ist sich Josephine Hector deshalb sicher. Das Ehepaar Hector wird dem rührigen Verein deshalb gewogen bleiben, auch wenn das nicht zwingend zur Aufgabe eines Ehrenmitgliedes zählt, wie Mareike Merseburger augenzwinkernd auf die Frage Hans-Werner Hectors antwortete. „Wir hoffen einfach darauf, dass Sie weiterhin ein treuer Freund und Partner sein werden“, sagte sie.

Gelebte Inklusion

Unterstrichen wurde der inklusive Gedanke, der im Verein gelebt wird, durch das Rahmenprogramm des Ehrungsnachmittags. Der Vereinsvorsitzende Oliver Kümmerle hatte charmante Unterstützung durch seine Tochter Angelina, die durch das Programm führte. Sebastian Keller zupfte die Veeh-Harfe so gekonnt, dass die Zuhörer gebannt lauschten.